Grazer Oper bleibt in weiblicher Hand

10. April 2013, 17:09
  • Die 34-jährige Nora Schmid wird Grazer Opernchefin.
    foto: apa/erwin scheriau

    Die 34-jährige Nora Schmid wird Grazer Opernchefin.

Nora Schmid wechselt 2015 als Nachfolgerin Elisabeth Sobotkas nach Graz

 Graz - In Graz bleiben die Kulturspitzenjobs in weiblicher Hand. Nachdem das Festival Steirischer Herbst und das Grazer Schauspielhaus weiter von Veronica Kaup-Hasler und Anna Badora geleitet werden, tritt auch bei der Grazer Oper wiederum eine Frau die Nachfolge von Elisabeth Sobotka, die zu den Bregenzer Festspielen wechseln wird, an.

Ab Jänner 2015 wird die 34-jährige Schweizerin Nora Schmid die Oper Graz übernehmen. Das gab die Grazer Theaterholding in einer Pressekonferenz am Mittwoch bekannt. Schmid kann trotz ihrer Jugend schon einiges an Erfahrung auf der Bühne und im Kulturmanagement an wichtigen Häusern im deutschsprachigen Raum vorweisen.

Sie studierte in ihrer Geburtsstadt Bern und in Rom Musikwissenschaft und Betriebswirtschaft, sang während des Studiums am Stadttheater Bern und war Assistentin bei Anselm Gerhard am Institut für Musikwissenschaft der Uni Bern.

Im Management- und Marketingbereich war Schmid für die Basel Sinfonietta und die Staatsoper Unter den Linden in Berlin tätig. Ab 2005 war sie zudem Chefdramaturgin bei Hans J. Ammann am Theater Biel Solothurn, bevor es sie 2007 nach Österreich verschlug. Hier war sie Dramaturgin für Oper und Konzert am Theater an der Wien. Seit 2010 ist Schmid leitende Dramaturgin und Mitglied des Direktoriums der Semperoper Dresden. Nach dem Tod der Intendantin der Semperoper, Ulrike Hessler, deren persönliche Assistentin Schmid war, ist die Schweizerin zudem im interimistischen Intendantenteam im Dresden.

Nora Schmid hatte sich gegen 43 Bewerber, von denen 19 zu einem Hearing vor einer Jury geladen wurden, durchgesetzt. An Graz habe sie "die kulturelle Vielfalt" der Stadt gereizt. (cms, APA, DER STANDARD, 11.4.2013)

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12 Postings
Was hat die Standart Zensur eigentlich gegen meine Feststellung, dass

"schon wieder eine Dramaturgin ohne jeglichen ernsthaften musikalischen Background ein Opernhaus leiten darf"?

Das ist ein Faktum!
Passt diese wahre Aussage der "Szene" nicht?

Ich hoffe, wenn Sobotkas Zeit um ist, dass dieser Musical-Sch.... ein Ende hat. Widerlich.

13/14 wenigstens kommt noch "Carousel"

by Rodgers & Hammerstein (1945, eine amerikanische "Liliom"-Variante)

Erschreckend

Mutlsoigkeit wird in diesme Land offenbar belohnt. Denn nachdem sie die Grazer Oper in die Bedeutungslosigkeit gefahren hat, darf Sobotka nun auch die Bregenzer Festspiele zum Allerweltspektakel machen. Wo früher Raritäten und unter Pountney Uraufführungen zu sehen waren, wird es unter ihr populäre Oper geben. So viel Anbiederung an das Publikum ist widerlich, abgesehen davon, dass das Publikum klüger ist, als sie denkt und da sicher nicht mitziehen wird.

Das ist leider wahr,

die Grazer Oper ist sehr uninteressant geworden. Früher sind wir oft nach Graz gefahren und haben tolle Vorstellungen gesehen. Hoffen wir das Beste für Graz und die Zukunft - ob das eine Frau macht oder ein Mann, hat übrigens völlig wurscht zu sein - unpassende Schlagzeile.

Ein Allerweltsspektakel

sind die Bregenzer Festspiele schon länger.

Leider nicht!

Interview KZ:
"Wichtig ist, dass Tanz, Musical und Operette genauso Platz haben wie Belcanto, romantische Oper und Zeitgenössisches"

Das heißt es geht weiter mit diesen Stadlniveaumist!

Außerdem:
" Ich denke, Graz ist eine Belcantostadt. Das wurde auch bisher sehr kultiviert,"
Bitte nicht nocj mehr:hat sie mal was von zeitgenössischer- oder Barockoper gehört?

26. April 2014 geplant Grazer Erstaufführung

von Gaetano Donizettis "La Favorite" (aus 1840)

Sorry: Zeitgenössisches hat sie erwähnt!

"Grazer Oper bleibt in weiblicher Hand"

Dass das die Überschrift ist, bedeutet wohl, dass es für den Standard die Hauptsache ist.

Neu hier?

Da haben Sie auch wieder recht. Meine Feststellung hat keinen Neuigkeitscharakter.

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