Rache in den Hamptons

Ansichtssache9. April 2013, 18:57
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Fürs erste ist jetzt Schluss mit Thoraxdrainagen und 14er-Kanülen. Die hierzulande berühmtesten US-amerikanischen Krankenhausserien "Grey's Anatomy" und "Private Practice" haben fast zeitgleich ihren Geist aufgegeben.

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Hat das Ärzteteam in Los Angeles ("Private Practice") zum Ende hin noch der ganz große Kindersegen ereilt, so wurde das Seattle Grace Hospital Opfer von Wirtschaftsinteressen.

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Beides, hohe Geburtenrate und Budgetsanierung, ist Ausdruck von Krisenzeiten. Von derlei Realitäten haben Autoren nun genug und lenken um, vorzugsweise auf historische Themen ("Downton Abbey", hier im Bild) oder auf Luxus. Und da ist sie auch schon, die Serie der Reichen und Schönen aus den Hamptons, die ab sofort den Spitalsgeruch am Serienmontag auf ORF vertreibt.

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"Revenge" spielt in und vor Luxusdomizilen auf Long Island, wo die neu im Club der Superreichen auftauchende Emily Thorne (Emily VanCamp) mit souverän-eleganten Schachzügen ein vor Jahren an ihrer Familie verübtes Komplott mitleidlos rächt.

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Mit eisigem Kalkül lächelt sie ihren Widersachern auf den Yachtpartys freundlich zu. Damit könnte man das alte "Sex & the City"- sowie "Desperate Housewives"-Publikum hinterm Ofen hervorholen. Das Setting ist märchenhaft-düster, voller Grandezza, die Rollen klischeehaft. Man kann sich denken, wie das ausgeht. (Margarete Affenzeller, DER STANDARD, 10.4.2013)

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