Gelehrte Objekte: Die Dinge des Wissens

9. April 2013, 19:08
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Ausstellung der Sammlungen der Uni Wien

"Allerheiligenstriezel" aus Stroh, ein 1,5 Millionen Jahre alter Faustkeil aus Marokko, Äpfel aus dem 4. Jahrtausend v. Chr., professorale Klocks, ein marmorner Apollonkopf und vier Gipsabgüsse: Alles "Gelehrte Objekte", die erstmals in einer Ausstellung mit Gegenständen aus den elf Sammlungen der Historisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät der Uni Wien im Volkskundemuseum gezeigt werden.

"Für uns ist eine Sammlung nie etwas Museales, sondern etwas, womit gearbeitet wird", sagt Archäologe Hubert Szemethy, der die Sammlung des Instituts für Alte Geschichte leitet: "Zum Teil finden Lehrveranstaltungen in den Sammlungen statt" - inmitten historischer Statuen etwa. Dass diese "Dinge des Wissens" nicht nur akademischen Wert haben, wurde zum Teil erst so richtig bewusst, als die Unis 2004 erstmals Eröffnungsbilanzen legen und auch den Wert der Sammlungen beziffern sollten - für Objekte, die es am freien Markt gar nicht gibt, nicht so einfach. Aber: Nun weiß man, dass die Sammlungen der Uni Wien rund zehn Prozent (18 Millionen Euro) des Anlagewerts der Uni darstellen. (nim, DER STANDARD, 10.4.2013)


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Die Sammlungen an der Universität Wien

Die Ausstellung "Gelehrte Objekte? - Wege zum Wissen" läuft bis 27. Oktober.

  • Der Schrank als "wissenschaftlicher Apparat" am Institut für Europäische Ethnologie.
    foto: viktor brázdil

    Der Schrank als "wissenschaftlicher Apparat" am Institut für Europäische Ethnologie.

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