Prekariat hoch zwei im ORF-"Kulturmontag"

9. April 2013, 11:50
29 Postings

Skurrile Situation: Journalisten in prekären Jobbedingungen gestalten Beitrag über prekär beschäftigte Künstler

In einer Aussendung machen die "Freien MitarbeiterInnen des ORF" auf ein skurriles Detail der am Montag ausgestrahlten Folge des "Kulturmontag" aufmerksam.

In einem der TV-Beiträge hat sich die bekannte Mezzosopranistin Elisabeth Kulman zur Situation ihrer prekär beschäftigten Künstlerkollegen geäußert. Ebendieser Beitrag wurde von den ebenfalls prekär bezahlten freien Mitarbeitern der TV-Kultur produziert, die pro Sendung etwa ein Drittel der Inhalte beisteuern. 

Solidaritätsbekundung

Laut der Aussendung ist die Bezahlung für diese Beiträge noch einmal um bis zu 40 Prozent geringer als bei den ohnehin niedrig veranschlagten Tarifen, durch die sich durchschnittlich ein Brutto-Monatsgehalt von 1.300 Euro erwirtschaften lässt. Moderatorin Clarissa Stadler erklärte sich übrigens solidarisch mit ihren Mitarbeitern und schließt sich den "Forderungen der Freien Mitarbeiter in der Kulturredaktion voll an". (red, derStandard.at, 8.4.2013)

  • Clarissa Stadler: "Ich schließe mich den Forderungen der Freien MitarbeiterInnen in der Kulturredaktion voll an."
    foto: orf/milenko badzic

    Clarissa Stadler: "Ich schließe mich den Forderungen der Freien MitarbeiterInnen in der Kulturredaktion voll an."

  • Beitrag im ORF-"Kulturmontag" hier unter tvthek.orf.at.
    foto: tvthek.orf.at

    Beitrag im ORF-"Kulturmontag" hier unter tvthek.orf.at.

Share if you care.