Teenager baut DNA-Vervielfältiger aus Haushaltsbestandteilen

8. April 2013, 13:26
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Komponenten aus Videorekorder - Projekt verhilft ihm zu Platz in Oxford

Fred und Gus Turner sind zwar Brüder, könnten aber kaum unterschiedlicher aussehen. Der siebzehn Jahre alte Fred hat glattes, braunes Haar, sein vierzehnjähriger Bruder dagegen einen roten Lockenkopf.

Mit Technik gegen Hänseleien

Was sonst nicht mehr als ein interessantes Detail ist, spornte Freunde und Schulkollegen der beiden jedoch zu ständigen Witzen an. Schnell wurde in den Raum gestellt, dass beide unterschiedliche Väter haben könnten. Fred Turner nahm daraufhin die Dinge selber in die Hand, wie DVice berichtet. Er baute eine DNA-Vervielfältigungsmaschine – aus Haushaltsbestandteilen.

Mit Komponenten aus einem Videorecorder

Zum Einsatz kamen unter anderem Komponenten aus einem Videorekorder, um den Apparat zur Auslösung einer Polymerase-Kettenreaktion zu bauen. Dieser sollte die DNA-Stränge auslösen und für Laborauswertungen aufbereiten. Turner wollte nachweisen, dass die roten Haare seines Bruders auf eine bekannte, genetische Mutation zurückzuführen sind.

Der junge Brite nahm einen Abstrich von der Wangeninnenseite seines jüngeren Bruders und ließ seine DIY-Maschine zwei Stunden lang in Verbindung mit einem Enzym zwei Stunden lang ihre Wunder tun. Die so entstandende DNA-Probe schickte er schließlich an ein Labor. Dieses bestätigte seine Vermutung.

Mit Oxford-Studienplatz belohnt

Das ambitionierte Projekt beendete nicht nur die Scherze über die zwei Geschwister, sondern brachte ihm auch viel Aufmerksamkeit ein. Fred Turner wurde unter anderem im Rahmen der National Science and Engineering Competition zum britischen Jungwissenschaftler des Jahres ernannt. An der Elite-Uni in Oxford ist nun ein Platz im Biochemie-Studiengang für ihn reserviert. (red, derStandard.at, 08.04.2013)

  • Die DIY-DNA-Testmaschine brachte Fred Turner eine Auszeichnung und einen Studienplatz in Oxford ein.
    foto: nsec

    Die DIY-DNA-Testmaschine brachte Fred Turner eine Auszeichnung und einen Studienplatz in Oxford ein.

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