Lyoness rüstet sich mit Gutachten gegen Klagen

5. April 2013, 14:57
  • Viel versprochen - viele Konsumenten düpiert: Die Einkaufsgemeinschaft Lyoness.
    foto: lyoness

    Viel versprochen - viele Konsumenten düpiert: Die Einkaufsgemeinschaft Lyoness.

Die weltweit aktive Einkaufsgemeinschaft tischt ein Gutachten auf, dass die Rechtsansicht von Lyoness bestätigt

Wien - Die weltweit aktive Einkaufsgemeinschaft Lyoness ist mit Klagen von Konsumenten konfrontiert, die ihr Geld zurückwollen. Ein Wiener Anwalt, der nach Eigenangaben 220 Lyoness-Investoren vertritt, hat in der Causa bereits Gerichtsentscheidungen erwirkt und kündigte vorige Woche an, weitere Klagen einzubringen. Nun bringt sich Lyoness in Stellung. Ein vom Unternehmen beauftragtes Gutachten bestätigt die Rechtsansicht von Lyoness.

Der Wiener Anwalt Eric Breitenender wirft dem Grazer Unternehmen, gegen dessen Gründer Hubert Freidl die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) wegen Verdachts auf Pyramidenspiel ermittelt, im Kern vor, ein nicht nachvollziehbares System zu betreiben. Seine bisher eingebrachten Klagen bezogen sich entweder auf Lyoness-Werbekampagnen, an denen sich seine Mandanten beteiligt haben, oder auf sogenannte Businesspakete.

Genau damit hat sich nun auch - im Auftrag von Lyoness - die WU-Professorin Susanne Kalss auseinandergesetzt. In ihrem 20-seitigen Gutachten kam sie zum Ergebnis, dass es sich weder beim Businesspaket noch bei der Werbekampagne bzw. der damit verbundenen "Option Premium Ranking Europe" um eine Veranlagung nach Kapitalmarktgesetz (KMG) handle. Breitenender vertritt hingegen die Rechtsmeinung, dass es bei den Kampagnen eines Kapitalmarktprospekts bedurft hätte. Da es einen solchen nicht gab, hätten Konsumenten ein Rücktrittsrecht, so seine Argumentation.

Veranlagung oder nicht

Konträr freilich die Ansicht des Unternehmens. "Wir sind nach wie vor der Meinung, dass es sich hier um keine Veranlagung handelt", sagte Lyoness-Anwalt Hubert Reif. Daher könne auch keine Verletzung der Prospektpflicht vorliegen.

Die Gerichte sehen das anders. Dreimal schon haben Kläger in dieser Frage Recht bekommen. Reif bezeichnete diese - rechtskräftigen - Entscheidungen als "verfehlt". Lyoness habe "aus unternehmerischen Gründen" auf Rechtsmittel verzichtet und sich danach "finanziell" mit den Klägern geeinigt, wie in einer Aussendung betont wurde. Um "Rechtssicherheit" zu erlangen, habe man bei Kalss ein Gutachten beauftragt, erklärte Reif.

Dem Anwalt Breiteneder wirft das Unternehmen in einer Medienmitteilung "systematisches Vorgehen gegen Lyoness vor. "In einer augenscheinlich gezielten Mandanten-Akquise wurden von ihm Sachverhalte öffentlich mehrmals unrichtig und unvollständig dargestellt." Er habe in den vergangenen zwei Jahren lediglich zehn Klagen eingebracht - inklusive der drei gewonnenen. Die erste, im Sommer 2011 eingebrachte, sei im Sommer 2012 abgewiesen worden, der Kläger habe auf Rechtsmittel verzichtet. Sechs weitere Klagen seien von den Gerichten unterbrochen worden, bis ein Gerichtsgutachten vorliegt.

Bemühen um Kulanzlösung

Weiters hielt das Unternehmen fest, dass es sich bei sämtlichen Zahlungen durch Lyoness-Mitglieder um Käufe bzw. Teil- und Anzahlungen von Kaufen handle. "Für diese bietet Lyoness selbstverständlich die Rückerstattung im Rahmen der gesetzlichen Rücktrittsmöglichkeiten." Mitgliedern, die sich direkt an Lyoness wenden, sichere man darüber hinaus "ein Bemühen um eine Kulanzlösung" zu.

Das 2003 vom Grazer Freidl gegründete System Lyoness ist in zahlreichen Ländern aktiv und zählt laut Eigenangaben 2,7 Millionen Mitglieder. Die WKStA ermittelt seit Frühjahr 2012 in der Causa gegen insgesamt drei Personen. (APA, 5.4.2013)

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SCHLÄFT DAS BUNDESMINISTERIUM FÜR FINANZEN?

Seit 1.10.2012 veranstaltet die Lyoness Management GmbH, Graz, eine Gesellschaft mit einem Kapital von EUR 35,000.-, in 15 europäischen Ländern ein Gewinnspiel, "2 Millionen Euro Shoppingschatz", das noch bis 30.9.2013 weiterläuft. Mit der eigentlichen Durchführung und Abwicklung des Gewinnspiels hat Lyoness die Movendo Ehgartner GmbH, Graz, eine Werbeagentur mit 2 Mitarbeitenden, beauftragt. Die Lyoness Management GmbH hatte zweifellos gute Gründe (Verstoss gegen das Glücksspielgesetz), den "Shoppingschatz" nicht selbst durchzuführen, sondern "outzusoucen". Von der Teilnahme am Gewinnspiel ausgeschlossen sind "alle bei der schweizerischen Landesgesellschaft registrierten Mitglieder... weiter unter
www.plattform-lyoness.at

Soviel zu "Einkaufsgemeinschaft"

"Besagte Person, in der internen Rangliste mit 12'000 Mitgliedern in ihrer «Lifeline» eine der erfolgreichsten, erreichte beispielsweise Ende 2011 innerhalb von fünf Wochen Einnahmen von 3,103 Millionen Euro – zu 99,7 Prozent aus Anzahlungen, nur 0,3 Prozent stammten aus kumulierten Rabatten. Die Lyoness-Oberen werden sich die Hände gerieben haben."

http://www.beobachter.ch/konsum/ko... -goldesel/

Es gab beträchtliche Einkäufe!

Die Details sind nicht bekannt. Es ist aber anzunehmen, dass die kumulierten Rabatte (€9309) zum Großteil durch den Freundschaftsbonus entstanden sind. D.h. die geworbenen Mitglieder der 1. und 2. Ebene haben innerhalb von 5 Wochen in Summe um mind. €930.900,- (9309/2/0.5%) eingekauft. Auch wenn die besagte Person, sehr viele MG angeworben hat, ist dies ein hervorragender Wert für eine Einkaufsgemeinschaft!

Der Freundschaftsbonus entsteht nur durch Einkäufe und ist völlig unabhängig von Anzahlungen. Er wäre auch dann entstehen wenn weder die besagte Person noch irgendwer in der Lifeline eine Anzahlung gemacht hätte.

und hier der rückverweis auf seite 3 zu "2,7 Mio Mitglieder kaufen gerne bei L ein". Macht niemand... das ist ein BP-Anzahlungsspielchen. Der elitäre Kreis auf den alle neidisch sind ist unter sich. Viel Spaß, der Kunde pfeift schon lange auf 1% und gehört zu dem Spielchen nicht dazu. Bei manchen wirds aber immer noch nicht klingeln...

Ich hoffe mal

es wird so ein großer Löwe in dnen Käfig gesperrt und ausgerottet, wie die echten katzen .. der Staat schaft es nciht denen das Handwerk zu legen

Hilfsnetzwerk für Lyoness Geplagte

Informationen Daten und Fakten
unter www.plattform-lyoness.at

Prinzipiell sehr positiv ...

... für die Mitgliedschaften Geld zu verlangen wirft aber auch nicht gerade das beste Licht auf die Plattform - schade, eigentlich!

Frage an die Betreiber:
Aus welchem Grund wurde die Formuns-Software zu Beginn immer wieder neu aufgesetzt / aus welchem Grund sind die Zähler der Zugriffe öfter zurückgesetzt worden?

womit man nur jedem lyoness-"opfer" raten kann schnell zu handeln um noch relativ einfach an geld zu kommen. zwangsweise wird da nämlich bald nichts mehr zu holen sein. alle anderen müssen dann direkt ihre empfehlungsgeber verklagen, was bei einer verurteilung bez. schneeballsystem (es gilt die unschuldsvermutung) auch kein problem ist, da diese dann als teil davon vollständig haftbar sind, muss man aber auch schnell sein, weil die u.U. dann wegen Mithilfe auch im Knast sitzen.

Was sich die Jünger sehr gut ausgesucht haben ...

... ist deren Erkennungszeichen / Lieblingshandzeichen, wie man es in den wahnsinnig hinreissenden Videos auch andauernd sehen kann:

http://en.wikipedia.org/wiki/Lose... gesture%29

Vielleicht hat sich das jemand ganz bewusst ausgesucht :)

vermutlich, dazu passt dann auch der letzte absatz aus diesem artikel:
http://www.handelszeitung.ch/unternehm... kkreis-ab#

alleine dieses video genügt mir um das ganze als sektenartige bauernfängerei zu identifizieren:

http://www.youtube.com/watch?v=AlkIdyr74PI

die sachverhaltsdarstellung bei der staatsanwaltschaft graz, die das ganze ins rollen gebracht hat, und folge einer INTERNEN lyoness streiterei war, bei der die einen abzocker die anderen abzocker abgezockt haben und sich mit ihrer beute vertschüssen wollten, ist dick wie ein telefonbuch...

"sektenartige bauernfängerei"

Auf den Punkt gebracht!
Das Video kenne ich schon länger und ist totall irre, mir fehlen da eigentlich die Worte...

na servas

Grössenwahn, Multilevelmarketing vom Feinsten die Hälfte von den Geldern geht sicher in Kokain auf die andere Hälfte verschwindet beim Oberguru ...

Naja, wenn man sich das System auf der Lyoness Seite mal ansieht, schaut das schon ein wenig Pyramidenlastig aus. Ich bekomm für Einkäufe 2% zurück. Ich werbe ein Mitglied und bekomme dafür 0,5% dessen Einkaufsumsatzes, dieses Mitglied wirbt ein Mitglied und ich bekomm wieder 0,5% dessen Einkaufsumsatzes. (der indirekte Freundschaftsbonus) usw.
Alarmglocken....

das interessante bei lyoness-artikeln ist ja, das es offenbar keiler oder schlicht bezahlte heinis gibt die sämtliche kritiken rotstrichlen ohne auch nur auf die genannten punkte einzugehen. DAS sollte eigentlich das alarmzeichen für alle sein, die evtl mit l kokettieren.

Ich sehe nur Rotstriche bei meinen Fragen, niemand der Kritiker geht auf diese erklaerend ein. Alle Blablabla Posting,s so wie Ihres, erhalten jedoch nur gruen! Ist auch ein Alarmzeichen, leider kein gutes fuer die Informationsfreiheit.

Sie armes Opfer.

Sie haben sich selbst längst als einer jener L.-Interessensvertreter enttarnt, der mit eher wenig geistigen Ressourcen gesegnet ist.

Die Bewertungen sollen anzeigen, ob die Leser ein Posting "lesenswert" finden - ihre Postings sind wie sie selbst bestätigt bekommen alles andere als lesenswert. Da schlägt ja nahezu jeder noch so schlechte Werbeblocker an.

Gerade die Informationsfreiheit macht diese Situation erst möglich - die von ihnen erkannten Alarmzeichen sollten sie vielmehr dazu bringen, ihren eigenen Standpunkt zu hinterfragen - sehr wahrscheinlich geht es doch um ihr Geld, ohne Grund verwenden sie nicht durchwegs das spezielle "Empfehlungsgeber-Fachjargon" ;)

Sie armer verbissener einsamer Kaempfer fuer Recht und Ordnung!

Sie scheinen nicht einmal die Rot und Gruenstriche hier im Forum noch begriffen zu haben. Diese sagen rein gar nichts aus. Reiner Kinderkram.
So wie beim Fussballmatch gibt es Fans die alles Gruen anstreichen und eben andere d glauben auch den Wetterbericht aus Moskau rot faerben zu muessen. So sieht es aus!
Wie oft muss ich Ihnen noch sagen es geht nicht um "mein" Geld, da ich nichts investiert habe, sondern es geht hier um Fakten. Und diese habe ich leider in Ihren Postings nicht gefunden. Ich bin hier derjenige der im Grunde "hinterfraegt" Sie posten nur dumme persoenliche Beleidigungen sonst gar nichts. Sie wuerden beim ehem sowjetischen KGB eine Spitzenposition einnehmen. Sagt alles!

Guter Herr Millionen-Rubel-Verdienen-Buch-Autor,

wenn sie ihre Postings nochmals aufmerksam lesen, in denen 1:1 die selben Argumente wie von allen anderen Anhängern verwendet werden, dann werden sie langsam bemerken, dass sie selbst stets mit den persönlichen Beleidigungen beginnen, sobald sie in "Argumentationsnot" geraten.

Wenn sie auf die Lesenswert-Bewertungen der Leser hier zuerst beleidigt reagieren wie ein kleines trotzendes Kind und diese danach als "Kinderkram" und völlig bedeutungslos darstellen, warum kümmern sie sich dann überhaupt so dermaßen emotional darum?

Sie haben zweifelsfrei ein großes Motiv für diese Firma Stimmung zu machen und viel einschlägiges "Fachvokabular", ob das Motiv ihr Geld ist oder etwas anderes, ist im Endeffekt eigentlich recht uninteressant.

Ich kuemmere mich immer um jene Angelegenheiten die von einigen User besonders runtergemacht werden, Sie u Kimi sind da ja hier besonders aktiv, ohne jedoch konkrete Hinweise zu bringen. Nur anpatzen u andeuten nichts ist wirklich richtig fassbar. Sowas war in den kommunistischen Laendern bis 1989 ueblich, sollte eigentlich nicht mehr vorkommen.
Dies sind meine Motive, sonst gibt es keine, ich habe keine
finanziellen Motive in dieser Angelegenheit u bin auch nicht in Argumentatsionsnot. Wenn ich mich wo geirrt habe, gebe ich es sofort zu, wenn man mir d Fakten postet. Bei Ihnen vermisse ich aber leider die Fakten! Sollten Sie meinen ich sei Ihnen noch eine Antwort schuldig geblieben, wegen "Argumentationsnot" bitte melden!

weil ich fakten und zahlen liefere und mich nicht als "ich hab keine ahnung aber l ist so toll, da müssts alle hin aber ich kenn mich ja nicht aus und frage mal so". das blabla kommt ständig von euch, da werden fakten zurechtgebogen und so gedehnt das noch irgendetwas positives(?) rausschaut. lass es, österreich ist abgegrast, die leute nutzen es nicht, jetzt wird aus panik noch blitzartig weltweit expandiert und geld aus gierlingen und dummerchen abgezogen und dann ist schluss. die usa waren nur der anfang vom ende, das system funktioniert NICHT, kann es in der form auch nicht, da der kunde um den es angeblich! geht keinen wirklichen mehrwert hat.

Ach Kimi was wollen Sie uns hier so verbissen erklaeren ? Wenn Sie selbst Geld verloren haben, sollten Sie uns doch genau erklaeren wie Sie es verloren haben, damit andere davon lernen. Wenn Sie aber nur eine Ferndiagnose stellen, sollten Sie den Mund halten. Green Shield stamps haben von 1896 bis 1991 in Amerika und UK, funktioniert. Die Erfinder wurden damit reich. Nur fuer d Computerzeitalter waren sie nicht geruestet, daher wurde Green Shield Stamps aufgeloest. Lyoness ist nichts anderes als d moderne Green Shield Stamps System.

ich habe kein geld verloren, war da nie dabei(weil ich weder gierig noch gehirnamputiert bin). ist aber immer wieder interessant das offenbar alle die geld "verloren" haben weil sie in l investiert haben, zu deppert sind das system zu verstehen. nur hört man das von ALLEN neuen mitgliedern, und 2 jahre später rennen sie zum breiteneder oder heulen sich auf der Fb-Seite aus. du bist einer von denen.... meld dich in 2,3 jahren nochmal.

"... sichere man darüber hinaus "ein Bemühen um eine Kulanzlösung" zu."

nur lustig das dies offenbar kein einziges mitglied bestätigen kann. aber nachdem nun immer mehr pakete um einen bruchteil des "wertes" bei ebay oder willhaben verscherbelt werden ist offensichtlich das es sich jetzt um die letzten atemzüge von l handelt.

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