Games-Branche: Frauen verdienen deutlich schlechter als Männer

5. April 2013, 10:59
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Gleichzeitig wird die Games-Industrie nach wie vor von Männern dominiert

Die Videospielbranche ist weit von geschlechtlicher Gleichstellung entfernt. Wie aus einer Studie des Game Developer Magazines (via Gamespot) am US-Markt 2012 hervorgeht, verdienen Frauen im Durchschnitt 25,3 Prozent weniger als Männer in vergleichbaren Positionen. Gleichzeitig wird die Games-Industrie nach wie vor von Männern dominiert. In den USA befinden sich die meisten Hersteller und Konsumenten von Videospielen.

Massive Unterschiede

Am stärksten fällt der Gehaltsunterschied bei Audio-Entwicklern aus. Männer verdienen hier im Schnitt 65 Prozent mehr als ihre Kolleginnen. Auf der Managementebene und in den Rechtsabteilungen verdienen Männer durchschnittlich 31 Prozent mehr als Frauen. Im Bereich Video Game Artists liegt die Diskrepanz bei 29 Prozent, in der Qualitätssicherung bei 24,9 Prozent und bei Game Designern bei 23,6 Prozent. Das einzige Feld, in dem Frauen besser als Männer verdienen, ist die Spieleprogrammierung - plus 4,5 Prozent.

Von Männern dominiert

Die Studie verdeutlicht überdies, dass Videospiele nach wie vor mehrheitlich von Männern entwickelt werden. Den kleinsten Frauenanteil mit nur 4 Prozent verzeichnen Audioentwickler, den größten Anteil mit 23 Prozent verzeichnen Produzenten. Nur 11 Prozent Game Designer sind weiblich.

Konsequenzen für die Entwicklung

Dass die Spielebranche von Männern dominiert wird, hat auch zur Folge, dass die entwickelten Inhalte vorwiegend männliche Konsumenten ansprechen. Ein Problem, das unter anderem auch Hersteller Sony erkannt hat und künftig mehr Spiele von Frauen für Frauen kreieren möchte. "Ich denke der Schlüssel ist, Leute – und dabei zunehmend Frauen – mit verschiedenen Vorlieben unterschiedliche Spiele entwickeln zu lassen", erklärte PlayStation-Chef Andrew House Mitte der Woche in einem Interview. (zw, derStandard.at, 5.4.2013)

  • "Ich denke der Schlüssel ist, Leute – und dabei zunehmend Frauen – mit verschiedenen Vorlieben unterschiedliche Spiele entwickeln zu lassen"
    foto: reuters/charles platiau

    "Ich denke der Schlüssel ist, Leute – und dabei zunehmend Frauen – mit verschiedenen Vorlieben unterschiedliche Spiele entwickeln zu lassen"

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