Teurere Kreuzfahrt-Buchungen für Österreicher nicht erlaubt

3. April 2013, 10:27
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Österreichische Kreuzfahrer mussten wesentlich mehr für Buchung bezahlen als deutsche EU-Bürger - EVZ erreicht Änderung der Preispolitik

Nachdem beim Europäischen Verbraucherzentrum gehäuft Beschwerden über die Preispolitik des italienischen Kreuzfahrtunternehmens Costa Crociere eingegangen sind, wurde nun eine Änderung bei den Buchungsbedingungen erwirkt.

Konkret handelte es sich bei den Klagen um österreichische Kreuzfahrer, denen es nicht möglich war, in Deutschland zu buchen, wo Angebote vergleichbarer Kategorien wesentlich günstiger verkauft wurden als in Österreich. Beispielsweise musste eine Familie für eine Mittelmeerkreuzfahrt ab Venedig 2.499 Euro pro Person zahlen, bei Buchung über die deutsche Website wären es nur 849 Euro gewesen - ein Preisunterschied von 1.650 Euro pro Person.

Wohnsitz in Deutschland Voraussetzung

Begründet wurde die Buchungsverweigerung damit, dass für eine Buchung ein Wohnsitz in Deutschland vorhanden sein müsse. Ab sofort können Personen mit Wohnsitz innerhalb der EU Costa-Kreuzfahrten auch in anderen EU-Ländern als dem Heimatland buchen und somit die günstigeren Angebote deutscher Reisebüros nutzen.

In der EU sind Diskriminierungen aufgrund des Wohnsitzes oder der Staatsangehörigkeit verboten, geregelt ist diese Bestimmung durch die EU-Dienstleistungsrichtlinie. In Österreich ist diese am 22. November 2011 durch das Dienstleistungsgesetz in nationales Recht umgesetzt worden. (red, derStandard.at, 3.4.2013)

  • Österreichische Kreuzfahrer können nun die günstigeren Buchungen in Deutschland nutzen.

    Österreichische Kreuzfahrer können nun die günstigeren Buchungen in Deutschland nutzen.

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