Fetter Ziegel: Rohmilchbutter aus dem Bregenzerwald

8. April 2013, 08:11
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Für Menschen, die es mehr auf den Geschmack als auf die Keimfreiheit abgesehen haben

Nachdem Butter den Bemühungen der Margarineindustrie zum Trotz als gesundes Fett rehabilitiert ist, regt sich auch bei uns Interesse an Varianten, die über die schlichten Hervorbringungen der Genossenschaftskäsereien hinausgehen.

Rohmilchbutter ist da sicher die extremste Richtung, einerseits weil sie (wie guter Käse) ausschließlich von Weidekühen stammen darf - die im Winter halt mit Heu gefüttert werden. Und anderseits, weil sie im Zuge der Herstellung tatsächlich nie höher erhitzt wird, als es der Temperatur ihres Ursprungsmediums Kuh entspricht.

Nichts für Hygieneklemmer

Das ist natürlich nichts für Hygieneklemmer, die ihre Allergien mit Nachdruck pflegen. Dafür umso mehr für solche, die es mehr auf den Geschmack als die Keimfreiheit abgesehen haben.

Wobei: Im Vergleich zu manch anderer, dezidiert ins Käsige oszillierender Rohmilchbutter, ist diese hier aus dem Bregenzerwald eigentlich eh sehr zahm: Eignet sich in ihrer diskreten Aromatik sogar als Unterlage für Marmelade oder Honig, so richtig fantastisch aber schmeckt sie pur auf frischem Roggenbrot oder kurz aufgeschäumt als Grundlage eines nicht ganz durchgebackenen Omeletts.

Das Beste: Es gibt sie jetzt in den zahlreichen Filialen von Radatz - und zwar zu sehr zivilen Preisen. (corti, Rondo, DER STANDARD, 5.4.2013)

  • Schwarzenberger Rohmilchbutter von vielfalt.com, 250 g / € 3,50, bei Radatz.
    foto: der standard

    Schwarzenberger Rohmilchbutter von vielfalt.com, 250 g / € 3,50, bei Radatz.

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