Auf eine Melange ohne Dichand

2. April 2013, 13:49
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Drei Seiten "Krone bunt" für eine Kärntnerin, die sich "Humanenergetikerin" nennt und behauptet, sie könne mit Toten sprechen

"Zentralorgan der Gegenaufklärung" nannte der medienkundige Philosoph Franz Schuh die "Krone" lang vor diesem Osterwochenende, an dem sich das Kleinformat mühte, dem Befund gerecht zu werden: Drei Seiten "Krone bunt" für eine Kärntnerin, die sich "Humanenergetikerin" nennt und behauptet, sie könne mit Toten sprechen, so sie das "mindestens zwölf Monate" sind.

Die "Krone bunt" zitierte Jörg Haider, also eigentlich ja nur die Humanenergetikerin vom Dienst, Haiders Unfallauto sei "von politischen Gegnern manipuliert" worden. Falco habe "so viel Musik im Kopf. Und Marihuana", das er aber eigentlich "hasst". Lady Diana wird "Charles niemals verzeihen".

Wirklich brennende Fragen an Tote, die mindestens so häufig in der "Krone" vorkamen wie Helmut Zilk und Papst Johannes Paul II., blieben freilich unbeantwortet: Hat Gott - oder welche biblische Gestalt sonst den langjährigen "Krone"-Herausgeber beherbergt - Hans Dichand schon auf einen Guglhupf eingeladen? Folgt das über- oder unterirdische Oberhaupt dem seit 2010 örtlich jenseitigen Herausgeber aufs Wort wie einst Präsident Thomas Klestil? Wie gefällt ihm, was Sohn Christoph aus der "Krone", was Schwiegertochter Eva Dichand aus seiner Medienidee "Heute" macht?

Bild.de braucht keinen Philosophen, um das Ösi-Phänomen zu beschreiben: "Völlig gaga!" (fid, DER STANDARD, 3.4.2013)

  • "Die Frau, die mit den Toten spricht": Drei Seiten in der "Krone bunt" vom 31. März.
    foto: derstandard.at

    "Die Frau, die mit den Toten spricht": Drei Seiten in der "Krone bunt" vom 31. März.

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