Al-Kaida gewinnt Einfluss bei syrischen Rebellen

31. März 2013, 09:16
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BND-Chef: "Es gibt Terrorstrukturen, die starken Zulauf haben" - Keine Entwarnung zu Islamisten in Mali

Berlin/Damaskus/Bamako - Die Regime-Gegner in Syrien stehen nach Erkenntnissen des deutschen Auslandsgeheimdienstes BND (Bundesnachrichtendienst) zunehmend unter Einfluss des Terrornetzwerks Al-Kaida. "In Syrien gibt es Terrorstrukturen, die zum Netzwerk Al Kaida gehören und die starken Zulauf haben. Es geht inzwischen um mehrere tausend Kämpfer der Jebhat al-Nusra. Im bewaffneten Widerstand gegen Assad spielt diese Organisation eine immer größere Rolle", sagte der Präsident des Bundesnachrichtendiensts, Gerhard Schindler, der Zeitung "Bild am Sonntag".

Vor zwei Wochen hatte er dem Deutschlandfunk berichtet, sein Dienst gehe davon aus, dass der bewaffnete Widerstand in Syrien etwa 100.000 Kämpfer umfasse. Darunter sei eine Anzahl jihadistischer und terroristischer Gruppierungen, allen voran die Al-Nusra-Front. "Wir gehen davon aus, dass es schon einige Tausend dieser dschihadistischer Kämpfer gibt."

Auch im nordafrikanischen Mali sieht Schindler keinen Anlass zur Entwarnung: "Die Terror-Strukturen dort sind angeschlagen, aber nicht zerschlagen. Deshalb ist es wichtig, dass der Verfolgungsdruck auf die Islamisten hoch bleibt, sagte er der "Bild am Sonntag". Die Mission westafrikanischer Staaten darf nicht zu früh abgebrochen werden. Sonst erholen sich die Dschihadisten wieder." (APA, 31.3.2013)

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