Vor 1200 Monden

29. März 2013, 18:12
posten

Musikalisch-literarische Abende zum Jahr 1913 mit dem Symphonieorchester Vorarlberg und August Zirner

Ostern war 1913 am 23. März. 20 Tage davor erregt die erste Suffragettenparade für das Frauenwahlrecht in Washington Aufmerksamkeit. Das Jahr 1913 weiß noch mehr zu bieten: Rainer Maria Rilke hat Schnupfen, Aldi wird gegründet und Burt Lancaster geboren, so lässt es uns Bestseller-Autor Florian Illies in seinem Buch 1913. Der Sommer des Jahrhunderts wissen.

Das Symphonieorchester Vorarlberg erschließt das Jahr 1913 an drei Konzertabenden über Uraufführungen von damals: Igor Strawinskys Le Sacre du Printemps und Max Regers Vier Tondichtungen nach Arnold Böcklin op. 128. Es dirigiert Alexander Drcar. Strawinskys Ballettmusik war ein veritabler Skandal, hat sich aber in der Zwischenzeit zu einem Klassiker der Moderne gemausert. Max Regers Werk hingegen blieb ein Stück für Kenner.

Als Erzähler dieses musikalisch-literarischen Abends zum Jahr 1913 fungiert August Zirner. Der Schauspieler, der seine Laufbahn in Wien begann, ist aus zahlreichen Filmen, vielfach Literaturverfilmungen, bekannt. 1973 kam August Zirner, der als Sohn jüdischer Emigranten in den USA geboren worden war, als 17-Jähriger nach Europa. Er arbeitete mit Regisseuren wie Margarethe von Trotta und Volker Schlöndorff, Florian Flicker oder Stefan Ruzowitzky. (pen, DER STANDARD, 30./31.3., 1.4.2013)

31. 3., Schwarzenberg, Kauffmann-Saal, 20.00

1./2. 4.: Bregenz, Festspielhaus, 19.30, www.sov.at

Share if you care.