Schweinebauch und Salzmandeleis: Filippou in Bildern

Ansichtssache2. April 2013, 16:48
27 Postings

Wenn Sie noch Fotos brauchen, ich kann Ihnen gerne welche schicken: Konstantin Filippou wirkte zum Abschied freundlich besorgt. Gut, der Mann weiß, wie ich seine Kunst mit meinem Smartphone aus Shenzen verhunzen kann. Seit Oktober 2010, als mir der Florian Holzer riet, die Vegetarierin doch zum Geburtstag ins Novelli auszuführen. Filippou könne das. Wirklich. Und wie er das konnte, das lasen Schmecks-Userinnen und User damals. Aber sie sahen eben auch, was mein damaliges iPhone mit auch optischem Genuss anzurichten vermag.

"Die Vegetarierin?", fragt mich Manuela Filippou, als ich sie vorige Woche um Platz für zwei im Konstantin Filippou ersuche. Nein, tempi passati. Die wundervolle Frau an meiner Seite reagiert, zugegeben ein bisschen ungewohnt, praktisch auf nichts richtig allergisch und isst fast alles. Und was doch nicht, übernehme gerne ich. Sehr gerne. 

Mit dieser Versicherung lässt sie sich zu meinem Glück auch von einem Sechsgänger überzeugen (75 beziehungsweise 68 Euro) - einmal sechs und einmal vier pro Tisch gehen leider nicht, sagt man mir.

Ich gebe zu: Selten war meine Vorfreude auf ein neues Lokal so groß. Mit der Erinnerung an 2010 im Hinterkopf, mit Cortis Hymne zum Start 2013 noch im Scheitellappen, die von unüblichem Mut und vibrierendem Glück kündete. Da darf man schon gespannt sein. Und in der Tat: Selten verlor meine von einer Profikritikerhymne befeuerte Vorfreude so angenehm das Vor im Laufe eines Abends, auf dass reine Freude blieb.

Das schien auch Wirten und Journalistinnen so zu gehen, die das Lokal auf den ersten Metern frequentierten, auch der eine oder andere An- oder Abfütterungsverdacht keimte schon in den schlicht schönen Räumlichkeiten.

Die Userinnen und User und vor allem die Filippous mögen mir verzeihen - ich greife doch auf meine Bilder zurück. Immerhin diesmal nicht mit dem Taschentelefon, kann ich zu meiner Verteidigung anführen.

Bild 1 von 24
foto: harald fidler

Von einem Tempel für Filippou schrieb Kollege Corti, das Podium im Lokal überließ der Meister an diesem Abend den werten Mitarbeitern - eine große steinerne Anrichte mit einer Art Chefs Table - und etwas niedrig für diesen groß gewachsenen Herren in der Filippou-Uniform mit - sic - schwarzen Latexhandschuhen.

Konstantin Filippou
Zweimal sechs Gänge mit Apero, Wein, Wasser, Kaffee: 241 Euro.

 

weiter ›
Share if you care.