Le beau reste

31. März 2013, 15:08
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Nach dem Festmahl geht's an die Reste-Verwertung: Schinken und Eier haben das Zeug zu einem weiteren Festmahl

Wenn sich die Tafeln wieder festtagsmäßig biegen, tut man gut daran, schon rechtzeitig an die gewinnbringende Verwertung der Reste zu denken. Beim Osterfrühstück sind das gemeinhin unverdauliche Mengen in Brotteig eingeschlagenen Schinkens (bitte so schwach geräuchert wie in unseren Breiten irgend möglich!) und, vor allem, Ostereier.

Aus der aufgeweichten und meist nur mangelhaft durchgebackenen Brothülle lässt sich im besten Fall eine Suppe machen. Schinken und Eier aber haben das Zeug zu einem weiteren Festmahl.

Für den zuvor in hauchfeine Scheiben geschnittenen Schinken ein paar Karotten in feine Stifte und drei Stangen Sellerie in Scheiben schneiden, mit einer halben Zwiebel ebenso verfahren. Mit Lorbeer und wenig Thymian zart in Olivenöl anschwitzen, mit je einem Achtel Weißwein und Wasser sowie einem kräftigen Schuss Weinessig ablöschen und kurz aufkochen lassen.

Salzen, pfeffern, die Schinkenscheiben zwecks Durchwärmen zugeben und mit Petersilkartoffeln und einer Variante der französischen Sauce gribiche servieren. Für diese kommen die Ostereier zum Einsatz.

Zwei bis drei davon fein hacken, mit mehreren Esslöffeln kleiner Kapern, einem guten Esslöffel Senf, je einem Bund gehackter Petersilie und Schnittlauch, Zitronensaft und nicht zu knapp Olivenöl vermengen: Der Frühling kann kommen! (Severin Corti, DER STANDARD, 30.3.2013)

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    Je mehr Eier übrig bleiben, umso besser das Festmahl.

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