Kritische Doku zu Waffen aus dem 3D-Drucker wird Youtube-Hit

29. März 2013, 12:19
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Das "Vice"-Magazin hat Cody R. Wilson getroffen, der eine Anleitung im Web veröffentlicht hat

Die Debatte um Waffenkontrolle wird in den USA nach jüngsten Amokläufen hitziger denn je geführt. Während Präsident Barack Obama auf striktere Gesetze drängt, bekommt die Problematik eine neue Dimension: Waffenfans arbeiten seit einiger Zeit daran, Waffen mit 3D-Druckern selbst zu fertigen.

Pläne im Web veröffentlicht

Der Jus-Student Cody R. Wilson hat 3D-Druckpläne und eine Anleitung zum Zusammenbau im Web veröffentlicht. Mit der von ihm mitgegründeten Organisation Defense Distributed druckt der 25-Jährige das untere Verschlussgehäuse einer AR-15 nach. Dabei handelt es sich um jene Komponente, die in den USA der Kontrolle unterliegt, alle anderen Teile können legal online erworben werden.

Verbot gefordert

Mit seiner Halbautomatik kann Wilson aktuell etwa 30 Schüsse abfeuern. Nach eigenen Angaben will er damit die Absurdität von Waffengesetzen veranschaulichen. Beobachter gehen davon aus, dass es nicht mehr lange dauern wird, bis eine Waffe komplett mit 3D-Druckern gefertigt werden kann. Kritiker befürchten, dass vor allem Teenager dadurch in Zukunft noch einfach an Waffen gelangen könnten. So wird bereits ein Verbot dafür gefordert.

Das "Vice"-Magazin hat den 25-Jährigen getroffen. Die Doku, die auf Youtube veröffentlicht wurde, stößt auf reges Interesse. Bereits nach vier Tagen wurde der 24 Minuten lange Clip über zwei Millionen Mal aufgerufen. (br, derStandard.at, 29.3.2013)

  • Cody R. Wilson beim Abfeuern einer selbst gebauten Waffe.
    foto: youtube

    Cody R. Wilson beim Abfeuern einer selbst gebauten Waffe.

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