Checkliste für tierfreundliches Ostern

29. März 2013, 17:36
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Verschiedene Tierschutzorganisationen geben Tipps für ein Osterfest, das auch den Tiere nicht schadet

Am Ostersonntag werden neben bunten Eiern auch heuer wohl wieder viele Hasen, Küken und Kaninchen verschenkt. Viele davon finden sich aber kurze Zeit später schon im Tierheim wieder. Das berichtet die Pfotenhilfe Lochen und appelliert an alle Eltern, keine Tiere zu verschenken.

Denn die Anschaffung eines Haustiers sollte gut überlegt sein, sagt Tierheim-Sprecherin Sonja Weinand: "Spontankäufe müssen unbedingt vermieden werden. Die Haltung von Kaninchen bedeutet Verantwortung für viele Jahre." Neben einem zeitlichen, bedeutet das auch einen finanziellen Aufwand: Tierarztkosten und Ausgaben für Futter und ein artgerechtes Gehege sind um ein Vielfaches höher als die Anschaffungskosten. 

Fluchttier und kein Kuscheltier

Kaninchen sind außerdem Fluchttiere und lassen sich daher oft nicht gerne streicheln. Angefasst zu werden bedeutet für die schreckhaften Tiere großen Stress. Sie sind zudem soziale Tiere und dürfen nicht alleine gehalten werden. Außerdem brauchen sie bestimmte Nahrungsmittel und viel Bewegung, um gesund zu bleiben. Handelsübliche Käfige sind für eine artgerechte Haltung meist zu klein. 

Versteckte Käfigeier

Der Österreichische Tierschutzverein appelliert anlässlich des Osterfests an die Konsumenten, sich vor dem Kauf von gekochten und gefärbten Eiern zu informieren: Denn es gibt keine Kennzeichnungspflicht für sie. Es könnte sich also um ein Ei aus einem Land mit schlechteren Tierschutzstandards handeln, welches in Österreich nur verarbeitet wurde.

Im Zweifelsfall empfiehlt es sich Eier von heimischen Bauern aus Freilandhaltung zu kaufen und selbst zu färben. "Bei diesen Eiern kann man den Stempel gut lesen und sich für eine Haltungsform entscheiden, die den Hennen die artgerechtere Lebensform bietet", sagt auch Nikola Furtenbach von Vier Pfoten.

Ostergebäck

Vorsicht ist auch bei Ostergebäck geboten. Nur wo ausdrücklich von Freiland-, Bio- oder Bodenhaltungseiern die Rede ist, sind diese auch enthalten. Bei allen anderen Produkten muss man von Eiern aus Käfighaltung ausgehen. Konsumenten sollten die Verpackung daher genau überprüfen beziehungsweise nachfragen. Um hier mehr Klarheit zu schaffen, fordert Vier Pfoten eine verpflichtende Kennzeichnung von allen Produkten mit verarbeitenden Eiern. 

App gibt Auskunft über Herkunft der Eier

Unterstützung erhalten Konsumenten nun auch von einer neuen App von Vier Pfoten, die Auskunft über die Herkunft der Eier in verarbeiteten Produkten liefert. Bislang wurden 1.700 Artikel in die Datenbank aufgenommen und Hunderte Hersteller im In- und Ausland angeschrieben, um entsprechende Informationen zu sammeln.

Vorsicht beim Osterfeuer

Am Karsamstag ist der Höhepunkt der Osterfeuer, doch in den Laub- und Holzhaufen können über den Winter unzählige Tiere Unterschlupf gefunden haben. Vor dem Entzünden sollte man sicherzustellen, dass der Laubhaufen unbewohnt ist. (red, derStandard.at, 29.3.2013)

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