Ermittlungen gegen Ex-ÖVP-Landesrat Switak eingestellt

29. März 2013, 10:11
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Sprecher: "Es blieben keine Zweifel bestehen" - Switak war im Februar 2012 wegen Korruptionsvorwürfen zurückgetreten

Innsbruck/Wien - In der Causa des unter anderem wegen einer Wohnungsaffäre ins Visier der Justiz geratenen Tiroler Ex-Finanzlandesrats Christian Switak (ÖVP) hat die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft nach mehr als einjährigen Untersuchungen das Ermittlungsverfahren eingestellt.

"Es hat sich in keinem Fall bestätigt, dass eine strafbare Handlung gesetzt wurde oder ein Vorteil für ein bestimmtes Amtsgeschäft gegeben wurde", sagte Staatsanwaltschafts-Sprecher Erich Mayer und bestätigte damit einen Bericht der Tiroler "Kronen Zeitung" vom Freitag.

Wohnung war unbewohnbar

Switak habe keinen Vorteil erlangt, so Mayer: "Es blieben keine Zweifel bestehen." Bezüglich des Vorwurfes an den damals für Raumordnung und Seilbahngrundsätze zuständigen Landesrat, zu besonders günstigen Konditionen in der Wohnung des Zillertaler Lift-Unternehmers Heinz Schultz in Innsbruck gewohnt zu haben, sagte Mayer: "Die Wohnung war teilweise unbewohnbar, hatte schwere Baumängel und war unbeheizbar. Daher war der Preis ein niedrigerer."

Switak hatte im Dezember 2011 in der Wohnungsaffäre "politische Fehler" eingestanden, weshalb er in eine neue Bleibe umzog. Er räumte ein, dass "eine schiefe Optik bleibt". Einen Rücktritt schloss er damals trotzdem noch aus.

Rücktritt nach Jagdeinladungen

Am 24. Februar 2012 warf er schließlich das Handtuch, nachdem er unter anderem aufgrund von Jagdeinladungen von Lift-Unternehmer Schultz erneut unter Beschuss geraten war. Switak unterstrich bei seiner Rücktrittserklärung, "zu jedem Zeitpunkt rechtlich und moralisch einwandfrei agiert zu haben". (APA, 29.3.2013)

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