Karfreitags-Ritual: Auf den Philippinen wird wieder gekreuzigt

Ansichtssache29. März 2013, 10:12
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Die katholische Kirche lehnt den Sühne-Brauch ab

Manila - In einem umstrittenen Karfreitags-Ritual haben sich auf den Philippinen erneut dutzende Menschen an Kreuze nageln lassen. Sie wollen damit an die Leiden Jesu erinnern und Sünden sühnen. Zudem geißelten sich auch heuer wieder hunderte Menschen selbst mit Peitschen. Auch die Selbstkasteiung ist als Sühne für begangene Sünden gedacht.

Bei den zahlreichen Feierlichkeiten sind auch Kinder dabei. Gleich auf dem ersten Foto ist ein Mädchen zu sehen, das eine Station eines sehr plakativen Kreuzwegs passiert. Zum Teil wird der Leidensweg Jesu sehr theatralisch nachgestellt.

Die katholische Kirche verurteilt das Kreuzigungsritual. Etwa 80 Prozent der rund 94 Millionen Menschen auf den Philippinen sind Katholiken. Am Karfreitag gedenken Christen der Leidenszeit und des Todes Jesu. Nach der biblischen Überlieferung wurde der Sohn Gottes an diesem Tag in Jerusalem verurteilt und auf dem Hügel Golgatha gekreuzigt. (APA/red, derStandard.at, 29.3.2013)

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