UN-Sicherheitsrat entsendet Eingreiftruppe in den Kongo

    28. März 2013, 22:21
    7 Postings

    Kampftruppe soll offensiv gegen Rebellen vorgehen - Mandat gilt vorerst für ein Jahr

    Kinshasa - Mit einer bisher nie da gewesenen Kampftruppe weitet der UN-Sicherheitsrat die Mission im Kongo aus. Eine am Donnerstag in New York einstimmig verabschiedete Resolution erlaubt es der neuartigen Eingeiftruppe, offensiv gegen die Rebellen im Osten des zentralafrikanischen Landes vorzugehen.

    Untersuchung von Vergewaltigungen gefordert

    Gleichzeitig drohen die Vereinten Nationen dem Kongo mit einem Stopp aller Unterstützung, wenn das Land nicht innerhalb von vier Tagen eine Untersuchung von mehr als 100 mutmaßlichen Vergewaltigungen von Zivilisten durch die kongolesische Armee einleitet. Das Ultimatum sei der Regierung bereits Anfang der Woche überbracht worden, sagte ein UN-Sprecher am Donnerstag.

    Das Mandat der neuartigen Eingreifruppe gilt laut Resolutionstext vorerst für ein Jahr und soll keinen Präzedenzfall für andere Konflikte schaffen. Die Eingreifruppe könne allein oder gemeinsam mit der kongolesischen Armee gegen Rebellen vorgehen, heißt es in dem Papier. Die Gesamtzahl des Militärpersonals soll die bisherige Grenze von 19.815 Mann nicht überschreiten.

    Die Monusco genannte Mission im Kongo ist mit mehr als 22.000 bewilligten militärischen und zivilen Mitarbeitern schon heute die mit Abstand größte und teuerste Blauhelmtruppe der Vereinten Nationen. UN-Generalsekretär Ban Ki-moon hatte die Entsendung der neuartigen Eingreifruppe zuvor befürwortet. (APA, 28.3.2013)

    Share if you care.