Webber und die kleinen Kerle

28. März 2013, 18:03
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Koala stoppt 36-jährigen Australier - Manager Briatore sieht Zukunft ohne Red Bull

London/Berlin - Nach wie vor bestimmen die "Stallorder-Affäre" und der durch sie entfachte Machtkampf beim Formel-1-Rennstall Red Bull die Schlagzeilen. Beim Großen Preis von Malaysia am vergangenen Sonntag in Sepang hatte sich der dreimalige Weltmeister Sebastian Vettel über eine Order der Teamleitung hinweggesetzt, den in Führung liegenden Mark Webber in einem waghalsigen Manöver überholt und so seinen ersten Saisonsieg sowie die Führung in der WM eingefahren.

Webber versucht daheim den Frust zu verdauen. Zumindest seinen Humor hat sich der Sieger von neun Großen Preisen offensichtlich bewahrt. "Musste auf meinem Weg anhalten. Er ist auf einer Mission, der kleine Kerl", twitterte der 36-Jährige, nachdem ihm ein Koalabär vors Auto gelaufen war.

Indes brodelt die Gerüchteküche über Webbers Abgang bei Red Bull nach Saisonende. Die Spekulationen befeuert hat ein alter Bekannter der Szene. Flavio Briatore, einst Teamchef der Formel-1-Rennställe von Benetton und Renault, ist seit dieser Saison Webbers Manager. Der 62-jährige Italiener, der wegen einer 2009 ausgesprochenen Sperre durch den Internationalen Automobilverband (Fia) erst seit dieser Saison wieder aktiv in der Königsklasse tätig sein darf, ist überzeugt davon, dass die Beziehung des Duos Webber/Vettel "irreparabel beschädigt" ist. Für Briatore ist klar, dass nach Ende der Saison entweder der 25-jährige Deutsche oder eben sein Schützling den österreichischen Rennstall verlassen wird. Red Bull Racing wies Berichte über eine Trennung als "pure Spekulation" zurück. "Es war erst das zweite Rennen der Saison, und es ist viel zu früh, über 2014 zu reden", hieß es in einer Aussendung. (APA, red, DER STANDARD, 29.3.2013)

  • Mark Webber (links) und sein Manager Flavio Briatore planen schon die Zukunft. Red Bull dürfte für sie Geschichte sein.
    foto: epa/david ebener

    Mark Webber (links) und sein Manager Flavio Briatore planen schon die Zukunft. Red Bull dürfte für sie Geschichte sein.

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