Prüfer schelten Flughäfen wegen hoher Gagen

28. März 2013, 19:19
6 Postings

Wien - Mit Ausnahme von Malta sind die Airport-Beteiligungen des Wiener Flughafens (Kosice, Friedrichshafen und Vöslau) ergebnismäßig keine Heuler. Kosice brachte es 2012 gerade auf ein Plus von 1,4 Mio. Euro, und Friedrichshafen schrieb einen Verlust von 4,7 Mio. Euro. Der Flughafen in Vöslau hat seit der Übernahme durch den Flughafen Wien noch nie Gewinne geschrieben, kritisiert der Rechnungshof in seinem am Donnerstag veröffentlichten Bericht. Im Vorjahr lag das Minus bei 16.000 Euro, im Jahr davor waren es minus 164.000 Euro.

Ende 2011 wurde ein neuer Geschäftsführer für den Airport Vöslau eingesetzt, nachdem man sich vom Vorgänger nach einem internen Revisionsbericht einvernehmlich trennte. "Die Personalkosten des von der Flughafen Wien AG ab Jänner 2012 bestellten Geschäftsführers betrugen rund 210.000 Euro" – bei einem Umsatz von 881.000 Euro, merkte der Rechnungshof kritisch an. Zuvor war der neue Geschäftsführer Bereichsleiter für Technische Dienste in Schwechat. Weil dieser aufgrund seiner langjährigen Dienstzugehörigkeit kündigungsgeschützt ist, sei es "egal, wo er sitzt, in Schwechat oder Vöslau", rechtfertigt ein Flughafen-Sprecher die hohe Gage.

In der Bilanz für das Jahr 2011 hat der Flughafen Wien die Beteiligung Vöslau mit 5,6 Millionen Euro wertberichtigt. Der Flughafen Vöslau steht zum Verkauf – bisher fand sich allerdings noch kein Käufer. (cr, DER STANDARD, 29.3.2013)

  • Der Bericht zum Flughafen Vöslau im Wortlaut. "Die Personalkosten des Geschäftsführers betrugen rund 210.000 Euro" - bei einem Umsatz von 881.000 Euro.

    Download
Share if you care.