Zwei GAK-Fans verurteilt

28. März 2013, 16:17
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Bedingte und teilbedingte Haft wegen Körperverletzung, Widerstands gegen die Staatsgewalt und Sachbeschädigung

Die zweite Halbzeit des gerichtlichen Nachspiels zum Relegationsspiel zwischen GAK und Hartberg vom vergangenen Sommer hat am Donnerstag am Grazer Straflandesgericht mit zwei Verurteilungen und einem Freispruch geendet. Videoaufzeichnungen bewiesen Körperverletzung, Widerstand gegen die Staatsgewalt und Sachbeschädigungen zweier GAK-Anhänger im Zuge des Platzsturms. Sie fassten je 15 Monate Haft aus, wobei einer der beiden fünf Monate unbedingt absitzen muss. Die Urteile sind nicht rechtskräftig.

Zwei Geständnisse

Schon im Februar waren elf GAK-Fans verurteilt worden, drei weitere Verfahren wurden damals ausgeschieden. Zwei der nun Angeklagten gestanden sofort die Vorwürfe vor Richter Gernot Patzak, einem Fanklub wollten sie jedoch nicht angehören. Während der eine mit einer Werbetafel und einem Metallkübel nach Polizisten geworfen hatte, hatte der andere einen der eigenen Fans mit unzähligen - laut Staatsanwalt Florian Farmer "stakkatoartigen" - Schlägen auf der Tribüne niedergeprügelt.

Scham vor Video-Aufzeichnungen

Das Beweisvideo der Attacke wollte der Angeklagte nur ungern im Gerichtssaal sehen. "Können wir auf das Video verzichten? Ich schäme mich jetzt schon für den Blödsinn", sagte der GAK-Anhänger, musste seine Schläge aber dennoch noch einmal ansehen. Auch vom zweiten Angeklagten gab es eindeutige Aufzeichnungen: "Ich wollte aber keinen verletzen. Es tut mir leid."

Ein Freispruch

Der dritte GAK-Fan auf der Anklagebank hatte sich von Anfang an für nicht schuldig erklärt, und dem Gericht gelang es nicht, bei den Dokumentationen des Platzsturms einen Beweis für seine Schuld zu erbringen. Zeugen meinten außerdem, er habe nichts gemacht: "Ich habe ihn in den Arm genommen, er hat wegen der Niederlage geweint", meinte eine seiner Bekannten. Eine Sturmhaube habe er jedoch sehr wohl getragen: "Ja, ich weiß, die war Schwachsinn, aber ich wollte nicht, dass mich jemand auf Fotos erkennt." Er wurde freigesprochen.

Dreijähriges Platzverbot

Die beiden anderen Angeklagten, die bereits neun- beziehungsweise 19-mal wegen ähnlicher Delikte vor Gericht standen, wurden zu 15 Monaten Haft verurteilt. Jener, dem die Strafe zur Gänze bedingt nachgesehen wird, muss eine Anti-Aggressions-Therapie absolvieren. Über beide wurde ein dreijähriges Fußballplatzverbot verhängt. Der Staatsanwalt kündigte beim Freispruch Nichtigkeitsbeschwerde an.

Der GAK war zum Zeitpunkt des Spiels am 8. Juni 2012 Meister der Regionalliga Mitte und sollte gegen Zweitligist Hartberg um den Aufstieg kämpfen. Beim Stand von 3:0 für Hartberg kam es zum Platzsturm. Fans warfen mit allem, was ihnen in die Hände kam, und zündeten Feuerwerkskörper. Beim Zusammenstoß mit der Polizei wurden sieben Anhänger durch Schlagstöcke und Pfeffersprays zum Teil schwer verletzt. (APA, 28.3.2013)

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