Ex-First-Lady als tschechische Botschafterin in Slowakei im Gespräch

28. März 2013, 15:55
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Präsident Zeman will Livia Klausova zur Botschafterin in der Slowakei machen - Außenminister Schwarzenberg zurückhaltend

Prag - Der tschechische Staatspräsident Milos Zeman will, dass die Frau seines Vorgängers Vaclav Klaus einen Diplomatenposten erhält. Livia Klausova soll nach dem Willen des Staatsoberhaupts Botschafterin in der Slowakei werden, bestätigte Zemans Sprecherin der tschechischen Nachrichtenagentur CTK. Außenminister Karel Schwarzenberg ist laut Medienberichten wenig begeistert. Premier Petr Necas erachtet das Vorgehen als "unprofessionell".

Schwarzenberg sagte dem Onlineportal "iDnes.cz", dass Zemans Ansinnen "eine sehr ungewöhnliche Idee ist. Dies wäre für den gesamten Diplomatischen Corps demotivierend. Der Posten sollte an einen Karrierediplomaten gehen", sagte der Außenminister. Der Sprecher des Prager Außenamts ergänzte: Es sei "diplomatisch unhöflich" Namen von Diplomaten zu kommentieren, bevor diese das Agrément des Gastlandes erhalten haben.

Ehemann ist zuversichtlich

Ähnlich äußerte sich der konservative Ministerpräsident: Botschafterernennungen seien streng geregelt. "Ein politischer Profi" kommentiere den Prozess nie, bevor der Botschafter definitiv bestätigt wurde. "Falls sich jemand anders verhält, ist er in dem Gebiet ein politischer Amateur", so Necas.

Normalerweise schlägt das Außenministerium einen Kandidaten für Botschafterposten vor, den die Regierung bestätigten muss. Erst danach wird der Diplomat vom Präsidenten ernannt und das Gastland gebeten, die Zustimmung (Agrément) zu erteilen.

Ex-Präsident Klaus dagegen zeigte sich zuversichtlich, dass seine Frau die Aufgabe erfüllen könne. "Er ist sich sicher, dass ihr in der Slowakei großen Respekt und Ehre zukommen würden", sagte Klaus' Sprecher. (APA, 28.3.2013)

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    Die ehemalige tschechische First-Lady Livia Klausova auf Österreich-Besuch mit ihrem Mann Vaclav Klaus.

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