Kritik an "Kirchen-Propaganda" an Schulen

28. März 2013, 16:11
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Bischofskonferenz produzierte angesichts des "Volksbegehrens gegen Kirchenprivilegien" Broschüre

Wien - Die römisch-katholische Kirche in Österreich hat angesichts des "Volksbegehrens gegen Kirchenprivilegien" eine Informationsoffensive für die Gläubigen gestartet. So werden in einem Folder staatliche Subventionen gerechtfertigt, durch die man karitative Projekte finanziere, die wiederum dem Staat viel Geld ersparen würden. Auch die "Klasnic-Kommission", welche Missbrauchsopfern hilft, helfe unbürokratisch.

Der Folder sei nur für die Information der Pädagogen gedacht, stellte Paul Wuthe, Mediensprecher der Bischofskonferenz, am Donnerstag gegenüber der APA fest. Die Broschüre selbst habe auch keinen politischen Inhalt.

Die Initiatoren des "Volksbegehrens gegen Kirchenprivilegien" kritisieren jedoch, dass die Broschüren von Religionslehrern an Schüler verteilt werden. 

"Propagandaeinsatz"

Heinz Oberhummer, Obmann der "Initiative Religion ist Privatsache", hatte die Verteilung der Broschüren an die Religionslehrer als "einen neuen moralischen sowie rechtsstaatlichen Tiefstand" bezeichnet und Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ) zum Handeln gegen den "Propagandaeinsatz" an Schulen aufgefordert. Die Initiative verlangte von Schmied zudem, dass die Unterlagen zum Volksbegehren "im gleichen Umfang in den Schulen verteilt werden".

"Der Vorwurf geht absolut ins Leere", so Wuthe von der Bischofskonferenz, "die Religionslehrer haben den Falter zur Information erhalten". Zudem versteht er die Aufregung über die Kampagne nicht. Die Broschüre richte sich nicht gegen etwas, sondern zeige nur auf, was die Leistungen der Kirche für die Gesellschaft seien. (APA/red, derStandard.at, 28.3.2013)

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