Wann der Raiffeisenboss den "Kurier"-Chef anruft

Im "Datum"-Porträt gewährt Erwin Hameseder Einblicke, wann er zum Telefon greift

Erwin Hameseder kontrolliert als Raiffeisenchef die "Kurier"-Mehrheit. "Ich mache kein Geheimnis daraus, dass der 'Kurier' meine Lieblingszeitung ist, no na ned." In der aktuellen Ausgabe widmet sich "Datum" Hameseder. Er beerbte vor rund einem Jahr Christian Konrad an der Spitze des mächtigen Konzerns. Ein Viertel der heimischen Medienlandschaft zählt "Datum" zum Konglomerat "Raiffeisen"-Medien. Von Anteilen an der Tageszeitung "Kurier" sowie an der Verlagsgruppe News bis zum Mediaprint-Verlag und der ORF-Sendertochter ORS.

Hameseder ist nicht immer zufrieden mit der Berichterstattung seiner Lieblingszeitung, dem "Kurier", wie er gegenüber "Datum" sagt. Die Folge: er ruft Helmut Brandstätter, den Chefredakteur an: "Hin und wieder rufe ich in der Früh den Herrn Chefredakteur an, um zu fragen, was hinter manchen Artikeln steckt und wie das zu verstehen ist. Wenn man glaubt, dass sich jemand in der Redaktion im Ton vergriffen hat, das sind dann schon Themen, wo ich zum Telefon greife."

Und weiter: "Man hat ja ein anderes Hintergrundwissen. Oftmals frage ich mich bei wirtschaftlichen Themen: Warum hat man nicht auch diese oder jene Seite beleuchtet? Ein Eingreifen direkt bei den Redakteuren gibt es bei mir nicht, das hat auch Christian Konrad nicht gemacht", so Hametseder.

Vorgänger Konrad managt noch die Raiffeisen-Medienholding Medicur. (red, derStandard.at, 28.3.2013)

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20 Postings

wenn man sich die funktionen im firmenbuch von bleifuss-erwin & co anschaut wird einem schlecht !

Friedrich Wilhelm Raiffeisen

... gehört zu den Gründern der genossenschaftlichen Bewegung in Deutschland und ist der Namensgeber der Raiffeisenorganisation.

Schon er sagte damals vor 150 Jahren „Gründet Genossenschaftskassen für die Bauern und kauft mit all dem Geld alle wichtigen Medienunternehmen eurer Länder! Retail Banking ist absolute Nebensache! Die Meinungsmacher für die christlichsozialen Parteien müsst ihr werden!“

Tja. Auch Marx wurde von Systemen ideologisch missbraucht.

Der Mann ist von seiner eigenen Nichtigkeit durchdrungen - sagenhaft!

Nach oben buckeln - seine Servilität gegenüber Erwin Pröll ist mehr als peinlich, nach unten treten - ein Teil des Gehalts von Brandstetter ist Schmerzensgeld, weist ihn als Befürworter des Bundesheers aus, womit das Thema "vorauseilender Gehorsam", vulgo Morbus Raiffeisen wieder am Tisch, und in der Redaktion wäre...

"Hin und wieder rufe ich in der Früh den Herrn Chefredakteur an, um zu fragen, was hinter manchen Artikeln steckt."

Und das soll keine Einflussnahme sein?!
Die sollten spätestens jetzt "unabhängig" von der Titelseite streichen!

Und in diesen Kleinformaten

braucht in der Früh keiner anzurufen, die kriegen ihre Geschichten am Vortag gleich direkt aus dem Kanzleramt - da kann es zu keinen Missverständnissen kommen.

Man kann auch die Aussagen des Raiffeisenbosses,

KURIER-Redakteure niemals direkt zu beeinflussen und nur mit deren Chefität über Blattinhalte zu plaudern, als totale Beeinflussungsabstinenz deuten, zumal es ja keinerlei gerichtstaugliche „Beweise“ gibt. Mann kann aber auch weniger naiv sein und mit entsprechender „Lebenserfahrung“ zwischen den Zeilen lesen, was Sache ist. Was auffällt: der „Standard“ weiß ja aus eigener Erfahrung mit einem nach oben gefallenen Exminister, wo es lang geht. Natürlich wendet man sich nicht an eine unbequeme Schreiberlingin, sondern gleich an den Herausgeber. Nicht immer, und das ist ihm hoch anzurechnen, mit Erfolg. Weniger hoch anzurechnen ist, dass darüber immer noch – nach Jahren - der Mantel des Schweigens gebreitet wird.

wahrscheinlich

ruft er den hr. B. an um zu fragen, warum im kurier eigentlich so wenig über das enorme osteuropa-risiko der raiffeisen berichtet wird..

Fair

Steht über das Risiko der Ersten mehr drinnen oder schenkt man uns gar reinen Wein zur Hype Alpe Adria und deren eilig gemachten Verstaatlichung?

Rekrut Brandstätter zum Rapport!!!

Aha, Piker greift ins Datum!

Da will wohl einer seinen Sandkasten erhalten. Pirker vs Raiffeisen Medien prolongiert. Jetzt ist mir klar warum er sich bei Datum eingekauft hat.

epa

die giebelkreuze werden am land nun nicht mehr soo häufig von den straßen leuchten, man hat sich schließlich vom plakatanbieter epamedia zurückgezogen!

Ohne Konrad muss man die Lindner ja auch nicht mehr beschäftigen.

nein er greift nicht ein, na sowas auch wer das denkt

er ruft ihn nur an und erklärt den Sachverhalt, wie nett von ihm, aber nocheinmal er mischt sich nicht ein.....

der Moloch Raiffeisen gehört endlich eingebremst, vor allem im Bereich der Medienlandschaft.....

herrn hameseder kenn ich zwar nicht, aber ich kann seiner argumentation folgen. ich frage mich auch ständig, warum diese oder jene seite in diversen artikeln in den verschiedenen printmedien nicht beleuchtet wurde. allein kein chefredakteur würde mich - im falle eines anrufs - als anhörenswert definieren. :-(

Sie sind ja auch nicht der Boss des Chefredakteurs :-)

ein harter hund

der hameseder;
so wie das harte t, das sich im vorletzten absatz in seinen namen eingeschlichen hat.

herr B. wird das wie üblich abstreiten

Womöglich, sollte Herr Hameseder,.....

bei seinem morgenlichen KURIER-Jour Fix, Helmut Brandstätter ein wenig bestimmter um die Hintergründe der Redaktion befragen. Das einstige Qualitätsblatt und Schlachtschiff der Bürgerlichen ( diese Qualifizierung, traf vor vielen Jahren tatsächlich zu ) grundelt derzeit schon gefährlich nahe auf den Eisberg zu.

Vielleicht sollte der Herr Oberchef

auch wegen der ständigen Rechtschreib- und Grammatikfehler in seinem Lieblingsblatt anrufen. Und was "hinter manchem Artikel steckt", würden andere Leser auch gern wissen. Veilleicht könnte man eine regelmäßige Kolumne dafür einrichten.

... und diese kolumne ....

.... wird dann vom hrn. h. höchstperönlich verfasst. ;)

wie wär´s mit dem titel: "kreuz-feuer"?! :-)

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