Die sinnlose Brandstiftung

28. März 2013, 12:13
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Junges Duo in Wien geläutert, aber verurteilt

Wien - Eigentlich sind Emanuel P. und Lisa M. ein Musterbeispiel für die Wirksamkeit der Spezialprävention durch Gerichtsurteile. Und dennoch sitzen der 18-Jährige und die 20-Jährige vor dem Schöffensenat unter dem Vorsitz von Georg Allmayer. M. gesteht, bei einem Einbruch "Schmiere gestanden" zu sein. Bei P. sind die Vorwürfe schwerwiegender: Neben Sachbeschädigungen an geparkten Autos und einem Einbruch soll er 2011 in Wien-Alsergrund auch fast ein Wohnhaus abgefackelt haben, nachdem er mit einem Feuerzeug einen Altpapier-Container angezündet hatte.

Der Teenager, der deutlich jünger wirkt, hat schon eine Vorstrafe wegen Sachbeschädigung, die angeklagten Delikte sind alle vorher passiert. "Das sind ja nur sinnlose Sachen", schüttelt Allmayer den Kopf. "Warum haben sie das gemacht?" - "Das weiß ich nicht mehr", gibt sich P. kleinlaut.

Rechtskräftige Urteile

Seit dem ersten Verfahren führen laut Jugendgerichtshilfe beide ein geordnetes Leben. "Sie hofft, dass sie ihre Jugendsünden bald aufgearbeitet hat", heißt es über M., auch P. "macht es zu schaffen, dass er von seinen Taten eingeholt wird".

Das rechtskräftige Urteil: ein Jahr beziehungsweise drei Monate bedingt. (Michael Möseneder, DER STANDARD, 28.3.2013)

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