Hinweise auf bisher unbekannte Nashorn-Population auf Borneo

28. März 2013, 12:26
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Experten fanden Fußspuren, die auf Sumatra-Nashörner hindeuten - WWF: "Das ist frischer Wind für alle Schutzbemühungen"

Jakarta -  Im Osten Borneos sind Hinweise auf eine bisher unbekannte Nashorn-Population entdeckt worden. Dabei galt das Sumatra-Nashorn (Dicerorhinus sumatrensis) auf der asiatischen Insel praktisch als ausgestorben.

Experten fanden Abdrücke von Hufen im indonesischen Teil der Insel. Außerdem entdeckten sie Schlammlöcher wie die, in denen die Nashörner sich gerne suhlen, und Stämme, an denen sich offenbar Nashörner gerieben hatten, berichtete die Umweltstiftung WWF am Donnerstag in Jakarta. In der Region von West Kutai im Osten Borneos galten die Tiere seit den 90er-Jahren als ausgestorben. "Das ist frischer Wind für alle Schutzbemühungen", teilte der WWF mit.

Rund 200 Tiere in freier Wildbahn

Es gibt nach Schätzungen weltweit nur noch 200 Sumatra-Nashörner in freier Wildbahn, die meisten davon auf der indonesischen Insel Sumatra. Etwa 25 Tiere werden noch im Nordosten von Borneo, in der malaysischen Provinz Sabah, vermutet. Es ist die kleinste Variante der noch lebenden Arten. Die Tiere werden etwa 1,50 Meter groß und wiegen bis zu 950 Kilogramm.

Wilderer jagen Nashörner wegen des Horns, das in Vietnam und China zu Pulver gerieben für Unsummen als Heilmittel verkauft wird. Wissenschaftliche Beweise für die Heilkraft gibt es nicht. (APA/red, derStandard.at, 28.03.2013)

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    Wissenschafter vermessen in der Region West Kutai im Osten Borneos einen Fußabdruck, der vermutlich von einem Sumatra-Nashorn stammt.

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