Beschuldigter Stark legt FPK-Parteifunktion zurück

28. März 2013, 11:01
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FPK-Bürgermeister nicht mehr Bezirksparteiobmann von Klagenfurt - Untreue-Ermittlungen um Schlossverkauf an Milliardär Stronach

Klagenfurt/St. Pölten - Der Bürgermeister der Kärntner Gemeinde Reifnitz (Klagenfurt-Land), Adolf Stark (FPK), hat sich am Donnerstag aus der Funktion des Bezirkparteiobmanns zurückgezogen. Das teilte Parteichef Christian Ragger in einer Aussendung mit. Stark saß in der abgelaufenen Legislaturperiode im Kärntner Landtag und ist Beschuldigter im Ermittlungsverfahren um den Verkauf von Schloss Reifnitz an den Milliardär Frank Stronach.

Stronachs Magnakonzern hatte das Schloss samt 6,4 Hektar Seegrund 2005 von der Gemeinde um 6,4 Millionen Euro gekauft. Es sollte laut Ankündigung ein Luxushotel mit allem Drum und Dran werden. Zur Sicherheit wurde im Vertrag ein Rückkaufsrecht verankert. Dieses ließ man sich in der Folge um eine Mio. Euro abgelten. Geworden ist aus dem Schloss am Wörthersee schlussendlich ein privates Feriendomizil das der Milliardär selbst wie sein Geschäftspartner Siegfried Wolf nutzen.

Vor zwei Wochen leitete die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) Ermittlungen wegen Untreue gegen Stronach, Stark und weitere Mitglieder des Reifnitzer Gemeinderats - darunter auch Nationalrat Martin Strutz (FPK) - ein. Am Dienstag stellten Ermittler des Bundesamts zur Korruptionsbekämpfung zahlreiche Akten und Dokumente in Kärnten und in Niederösterreich, wo sich die Magna-Firmenzentrale befindet, sicher. Alle Beschuldigten wiesen bisher die Vorwürfe zurück, es gilt die Unschuldsvermutung. (APA, 28.3.2013)

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