EA: Kopierschutz ist "eine gescheiterte Strategie"

28. März 2013, 11:42
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Labels President Frank Gibeau: Online-Zwang von "SimCity" nie als Kopierschutz gedacht

Digitales Rechtemanagement (DRM), informell als Kopierschutzsysteme bekannt, ist ein "gescheitertes" Konzept. Dies sagt zumindest niemand geringerer als Electronic Arts Labels President Frank Gibeau in einem aktuellen Interview mit GamesIndustry. "DRM ist eine gescheiterte, Sackgassen-Strategie. Es ist keine praktikable Strategie für das Videospielgeschäft", so Gibeau.

Der Fall "SimCity"

EA kam in den vergangenen Wochen besonders stark unter Kritik, nachdem das Spiel "SimCity" mit verpflichtenden Online-Funktionen ausgeliefert wurde. Da die Städtesimulation mehrheitlich als Einzelspielererlebnis aufgefasst wird, lag der Verdacht nahe, dass EA den Online-Zwang von Hersteller Maxis auch als Kopierschutzmaßnahme implementieren ließ.

Dies sei Gibeau zufolge jedoch eine falsche Annahme. "Das entspricht nicht der Wahrheit. Ich war in alle Meetings involviert. DRM wurde nicht einmal erwähnt", so der Manager. "Den Leuten, die Verschwörungstheorien darüber haben, dass EA Maxis zu DRM gezwungen hat, sei gesagt, dass dies überhaupt nicht der Fall ist."

DRM als Nebeneffekt

Wenngleich sich in der Vergangenheit zahlreiche Hersteller kritisch über Kopierschutzsysteme äußerten, setzen auch immer Einzelspieler-Games für PC eine Internetverbindung voraus, was beiläufig wiederum als effektive Maßnahme gegen Piraterie dient. Neben "SimCity" verlangt unter anderem auch "Diablo 3" für PC eine permanente Internetverbindung. (zw, derStandard.at, 28.3.2013)

  • Electronic Arts Labels President Frank Gibeau
    foto: reuters/chris pizzello

    Electronic Arts Labels President Frank Gibeau

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