Street View: Bilder aus der Evakuierungszone rund um Fukushima

28. März 2013, 08:40
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Verwaiste Stadt bietet ein Bild der Verwüstung - In Zusammenarbeit mit lokalen Behörden

Auch wenn das verheerende Erdbeben im Osten Japans nun bereits etwas mehr als zwei Jahre her ist, die Spuren dieses Ereignisses werden noch lange nachwirken. So gibt es bis heute eine große Evakuierungszone rund um das ehemalige Atomkraftwerk Fukushima, die eigentlich nicht betreten werden darf.

Zusammenarbeit

Um Außenstehenden einen Eindruck des Ausmaßes der Verwüstungen zu geben, haben sich lokale Behörden nun aber dazu entschieden für Google und dessen Street-View-Autos eine einmalige Ausnahme zu machen. Das Ergebnis dieser Kooperation ist seit kurzem online: Aufnahmen der Stadt Namie bieten zumindest einen kleinen Einblick in das Ausmaß der Zerstörung, das das Erdbeben und der nachfolgende Tsunami hier hinterlassen hat.


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So sind zahlreiche Gebäude zu erkennen, die durch die Naturgewalten dem Erdboden gleich gemacht wurden. An anderer Stelle sind Schiffe zu sehen, die es einen Kilometer ins Landesinnere geschwappt hat. Die Stadt Namie wurde nach der Katastrophe vollständig evakuiert, an eine Rückkehr der 20.000 ehemaligen EinwohnerInnen ist bislang weiterhin nicht zu denken.

Motivation

In einem Blog-Posting streicht der Bürgermeister von Namie denn auch die Motivation für die Kooperation mit Google heraus. Man wolle darauf aufmerksam machen, dass während rundherum sich die Welt fortbewegt, die Zeit in Orten wie Namie stehengeblieben ist - und damit auch auf die Schwere der Situation hinweisen. Nicht zuletzt sollen die Bilder aber eine Mahnung und ein Gedenken für spätere Generationen sein. (red, derStandard.at, 28.03.13)

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    foto: google

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