UNO sorgt sich um Blauhelme auf Golan

28. März 2013, 06:09
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Sicherheit der UNO-Soldaten müsse von allen Parteien respektiert werden

Der UNO-Sicherheitsrat hat sich besorgt über das Übergreifen der Kämpfe in Syrien auf die Golan-Höhen an der Grenze zu Israel geäußert. In einer am Mittwoch veröffentlichten Erklärung wurde auf die Präsenz von syrischen Regierungssoldaten wie auch von bewaffneten Aufständischen in der Pufferzone hingewiesen. Die Sicherheit der UNO-Soldaten dort müsse von allen Parteien respektiert werden, forderte der Weltsicherheitsrat.

Auf dem Golan sind seit 1974 auch österreichische Soldaten bei der UNO-Mission UNDOF ("United Nations Disengagement Observer Force") vertreten, die eine Waffenstillstandsvereinbarung zwischen Syrien und Israel und eine entsprechende Linie überwacht. Die Blauhelm-Truppe besteht aus rund 1.000 Personen; 375 sind Österreicher, die übrigen Truppensteller sind die Philippinen, Indien und Kroatien. Die UNO-Friedenssoldaten sichern eine 70 Kilometer langen Pufferzone, die Syrien und die von Israel 1967 besetzen und später annektierten Golan-Höhen trennt.

Soldaten abgezogen

Anfang des Monates hatten syrische Rebellen 21 philippinische Blauhelmsoldaten der UNDOF entführt und später wieder freigelassen. Japan hat seine Staatsbürger unter Hinweis auf den Bürgerkrieg in Syrien inzwischen aus der UNDOF abgezogen. Kroatien hat im Februar wissen lassen, ebenfalls abzuziehen - als Sicherheitsmaßnahme, nachdem es Berichte gegeben hatte, kroatische Waffen seien an die syrischen Rebellen geliefert worden. Kroatien hat die Berichte zurückgewiesen.

Das österreichische UNO-Kontingent am Golan ist von den Reduzierungsplänen der Vereinten Nationen nicht betroffen, wie eine Sprecherin des Verteidigungsministeriums am Mittwoch mitgeteilt hatte.

Israel hat erklärt, nicht tatenlos zusehen zu wollen, sollte der syrische Bürgerkrieg vollends auf die Golan-Höhen übergreifen. Der Sicherheitsrat drückte seine "tiefe Besorgnis" über die wiederholten Verletzungen der Waffenstillstandslinie sowie die Präsenz syrischer Armeeverbände und bewaffneter Oppositioneller innerhalb der Pufferzone aus. Der Rat rief alle Beteiligten aus, die Bewegungsfreiheit der UNDOF und die Sicherheit ihres Personals zu respektieren. Die Hauptverantwortung dabei liege bei der syrischen Regierung, wurde zugleich betont. (APA, 28.3.2013)

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