Volksanwaltschaft bestätigt, dass Saualm "menschenverachtend" ist

27. März 2013, 18:09
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Dörfler wies die Vorwürfe als "politisch gefärbten Bericht" zurück

Klagenfurt/Wien – Jetzt ist es gewissermaßen auch amtlich: in dem mittlerweile geschlossenen Asylwerberheim auf der Kärntner Saualm sowie in einer Pension in der Gemeinde Wernberg herrschten "gravierende Missstände". In ihrem jüngsten Bericht bestätige die Volksanwaltschaft damit am Mittwoch zahlreiche entsprechende  Standard-Berichte.

Vor allem auf der Saualm, aber auch in der Pension waren Asylwerber "unter menschenverachtenden Bedingungen untergebracht" und zwar "mit vollem Wissen der zuständigen Verantwortlichen des Landes Kärnten" inklusive des Büros des scheidenden Landeshauptmannes Gerhard Dörfler (FPK), fasst die Volksanwaltschaft in ihrer "Missstandsfeststellung" die Prüfung zusammen. Dem Innenministerium empfiehlt die Volksanwaltschaft, dafür Sorge zu tragen, dass Kärnten, aber auch die anderen Bundesländer ihre Aufgaben gemäß der Grundversorgungsvereinbarung erfüllen.

Dörfler wies die Vorwürfe als "politisch gefärbten Bericht" zurück. "Die Saualm ist Geschichte und das Heim in Wernberg ist auch geschlossen", sagte der künftige Bundesrat Dörfler zur Austria Presse Agentur. Er habe die Saualm "sofort geschlossen", nachdem ihm bekannt geworden sei, dass die damalige Betreiberin des Vertrag mit dem Land nicht gänzlich eingehalten habe. (red/DER STANDARD, 28.3.2013)

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