Volkstanz und Hip-Hop bei der Ost Side Story

27. März 2013, 17:30
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Inklusive Tanzgruppe interpretiert "Romeo und Julia" im Wiener Theater Akzent

Wien – Kaum ist der Beifall für das  Tanzspiel Schritte, das Peter Turrini für die "I Dance Company", eine Formation aus Tänzerinnen und Tänzern mit Downsyndrom, geschrieben hat, verhallt, steht die nächste Premiere bevor, die Menschen mit Behinderung in das kulturelle Leben einbindet: Die inklusive Tanzgruppe "Ich bin O.K.", die 2010 von Hana und Attila Zanin gegründet wurde, ist am 4. April im Wiener Theater Akzent in der Produktion Ost Side Story zu sehen.

Der Kern der Romeo und Julia-Geschichte für ein Publikum ab zehn Jahren ist die tragische Liebe zweier junger Menschen mit unterschiedlichen Nationalitäten. Durch Rosi und Milan treffen alteingesessene Wiener auf Einwanderer aus dem ehemaligen Ostblock. Unterschiedliche Mentalitäten und Kulturen prallen aufeinander, und zwischen beiden Gruppen herrscht zunächst Intoleranz, Rivalität und Hass. Doch gleichberechtigtes Leben gelingt eben nur dann, wenn respektvolles Miteinander zwischen allen ethnischen Gruppen herrscht.

Mehr als 100 Tänzerinnen und Tänzer mit und ohne Behinderung zeigen ihr Können in Modern Dance über Volks- und Standardtanz bis hin zu Hip-Hop.

Der Verein bietet Tanzkurse ab sechs Jahren an. Ziel ist es, dass Einschränkungen als Besonderheit und nicht als Behinderung wahrgenommen werden. (simo/DER STANDARD, 28.2.2013)

  • Die Tanzgruppe "Ich bin O.K." bei den Proben für die Premiere am 4. April in Wien.
    foto: bernhard kummer

    Die Tanzgruppe "Ich bin O.K." bei den Proben für die Premiere am 4. April in Wien.

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