AUA sperrt Tyrolean-Standort Innsbruck zu

27. März 2013, 15:31
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100 Mitarbeiter können nach Wien übersiedeln oder verlieren ihren Job

Wien/Schwechat - Die Rationalisierungen im AUA-Konzern gehen weiter. Diesmal sind Tyrolean-Jobs betroffen. Die Innsbrucker Tyrolean-Verwaltungszentrale wird aufgelassen, die Verwaltung ganz am zweiten Tyrolean-Verwaltungsstandort in Wien konzentriert. In Innsbruck sind davon 100 Mitarbeiter betroffen. Ihnen werde angeboten, nach Wien zu übersiedeln, teilten die Austrian Airlines (AUA) mit. Wer nicht mitgeht, kann einen Sozialplan in Anspruch nehmen. Die Verwaltungskonzentration in Wien soll in einem Jahr über die Bühne sein und Doppelgleisigkeiten beseitigen helfen.

Der Schritt kam nicht überraschend, die Arbeitnehmervertreter hatten eine Sperre der Verwaltung von Innsbruck bereits befürchtet. In Innsbruck bleiben, wie die AUA Mittwochnachmittag betonte, unter anderem die Tyrolean-Technik/Flugzeugwartung, Crewbasis sowie das Call Center.

Schmerzhafter Schritt

AUA-Chef und Tyrolean-Aufsichtsrat Jaan Albrecht sprach von einem "mutigen und zugleich schmerzhaften" Schritt von Tyrolean. Tyrolean-Chef Klaus Froese habe für sein Konzept die vollste Unterstützung des AUA-Vorstands.

Ende 2012 beschäftigte die AUA 6.236 Mitarbeiter. Rund 400 davon arbeiten in Innsbruck. Mit dem umstrittenen Flugbetriebsübergang von Austrian auf Tyrolean ist voriges Jahr arbeitsrechtlich auch das fliegende Personal der AUA auf Tyrolean übergegangen. "Die meisten Mitarbeiter der Tyrolean arbeiten heute in der Luft und in Wien", erklärte Froese in der Mitteilung. Nun wird u.a. die Crew- und Verkehrsteuerung in Wien konzentriert. Mit den Betriebsräten werden Modalitäten der Sozialpläne ausgearbeitet. (APA, 27.3.2013)

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