East Side Gallery in Berlin: Bilder vom Abriss der Mauerteile

Ansichtssache
27. März 2013, 14:15

Die Zufahrt für ein Bauprojekt wurde auf sechs Meter vergrößert

An der East Side Gallery, dem längsten erhaltenen Stück der Berliner Mauer, sind weitere Teile entfernt worden. Damit werde Platz für die Baustellenzufahrt eines Investors geschaffen, wie die Polizei mitteilte. Kurz nach 5 Uhr wurde am Mittwoch begonnen, mit einem Bagger vier bemalte Betonsegmente herauszutrennen. Eine bereits Anfang März gerissene Lücke wurde damit auf etwa sechs Meter vergrößert. 250 Polizisten waren sicherheitshalber im Einsatz, diesmal aber fanden sich nur wenige Demonstranten an der bemalten Mauer ein.

Das Heraustrennen eines ersten Segments für das Bauprojekt hatte massive Proteste ausgelöst. Tausende Menschen demonstrierten, auch Sänger David Hasselhoff kam extra nach Berlin.

Der Investor will auf dem Areal ein Hochhaus mit Wohnungen errichten. Am Mittwoch kritisierte der Berliner Senat die neuen Abrissarbeiten. Senatssprecher Richard Meng sagte der Nachrichtenagentur dpa, offenbar habe der Investor vor den weiteren Gesprächen Fakten schaffen wollen. Das sei kein Zeichen für Kooperationsbereitschaft. Der Investor hat Baurecht. Nach dem Heraustrennen des ersten Segments und den Protesten hatte er Anfang März die Arbeiten zunächst gestoppt. (APA/red, derStandard.at, 27.3.2013)

Dieses Bild darf aus Gründen von Copyrightbestimmungen nicht im Archiv angezeigt werden.
foto: epa/rainer jensen
Dieses Bild darf aus Gründen von Copyrightbestimmungen nicht im Archiv angezeigt werden.
foto: epa/britta pedersen
Dieses Bild darf aus Gründen von Copyrightbestimmungen nicht im Archiv angezeigt werden.
foto: reuters/thomas peter
Dieses Bild darf aus Gründen von Copyrightbestimmungen nicht im Archiv angezeigt werden.
foto: ap/markus schreiber
Dieses Bild darf aus Gründen von Copyrightbestimmungen nicht im Archiv angezeigt werden.
foto: ap/markus schreiber
Dieses Bild darf aus Gründen von Copyrightbestimmungen nicht im Archiv angezeigt werden.
foto: ap/markus schreiber
Share if you care
Posting 1 bis 25 von 48
1 2

Kulturloser Investorenscheix.

Die Menschen wollen nicht das es abgerissen wird. Ein Paar Reiche können aber gut Geld machen. Und wer schaut das dies durchgeführt werden kann? Die Polizei. Dein Freund und Helfer.

na ja ...

auf die polente hinhauen ist jetzt billig ... tatsächlich zuständig für die baubewilligung ist der grüne bezirksbürgermeister von fhain-xberg ... (ob er die bbw erteilt hat weiss ich nicht, aber er hätte sie vermutlich ändern/zurückziehen können)

schon bei der erteilung der baubewilligung hätte jedes 12-jährige kind erkennen müssen, dass bei einer nutzung des geländes dahinter, die mauer einfach im weg ist ... d.h. es hätte auflagen geben müssen bzw. eines gesamtkonzepts bedurft

aber mit hirn und weitsicht wird man vermutlich investor, und nicht politiker! :(

also wirklich...

(::Zynismus::) denen kann mans echt nicht recht machen...zuerst weg damit und jetzt auf keinem fall abreissen... höre ich da stimmen die die ganze mauer wieder fordern?

Ich hoffe wenigstens, dieser Luxusbau ist in ein paar Jahrzehnten selbst ein beispielgebendes Denkmal:

Nämlich dafür, dass man sich Anfang des 21. Jahrhunderts dorthin entwickelte, ein weltgeschichtliches Symbol zugunsten eines kurzlebigen Kapitalismussymbols zu opfern.

Oder auch: Jeder sah, dass der aus dem Ruder gelaufene Kapitalismus Anfang des 21. Jahrhunderts alles niederwalzte, was sich ihm in den Weg stellte, ohnmächtig schaufelte ihm die Politik aber auch noch den Weg frei, damit er sich nicht gar so antrengen musste...

Nur arm und sexy zu sein ist halt nicht gerade nachhaltig

Es war die Stadtverwaltung selber, die dem Bauprojekt mit allen möglichen Konsequenzen zugestimmt hat; im deutschen FS wurde der Vertrag mit der Unterschrift des BM präsentiert. Da wollte man reichlich Kohle haben, um diese dann halt woanders wieder einsetzen zu können (vielleicht auch für Kultur?). Jetzt allein dem Investor die Schuld zu geben, ist etwas billig und man soll nicht so empört tun. Auch gibt es genug Möglichkeiten, die 'East Side Gallery' nach Abschluss der Arbeiten wieder glänzen zu lassen.
Eins sei mE noch erwähnt: nicht alles was da auf die Schnelle hingemalt wurde, ist sooo toll, da haben sich viele angebliche Künstler maßlos überschätzt, in der Hoffnung auf ewig berühmt zu sein. Aber über Geschmack lässt sich ja streiten

totaler sieg des kapitalismus

nicht mal ein stück mauer darf stehen bleiben

bedauernswert die berliner
geld verbietet geschichte und kunst
reife leistung !

Der Kommunismus hat ein Werk errichtet

das der Kapitalismus nun vernichtet.
Jeder kommt von seiner Seite
doch Pülcher sind sie alle beide.

kauf dir ein reimbuch

Beweis 214.625

In der EU hat Kunst und Kultur keinen Wert, wenn es um den Profit von Konzernen geht.

Kommt das Mauerstück

wenigstens ins Museum?

das wir sicher verkauft
der kapitalismus vernichtet auch den letzten beweis
anderer ideen.

wird da etwa mal wieder mit UNSEREM geld gezockt...äh investiert?

erbärmlich solche gebahren.

Gäbe es denn eine alternative Zufahrsmöglichkeit zum Baugrund?

nö, gibt's tatsächlich nicht ...

ich find' die ganze geschichte traurig ... ich bin dafür, dass man die grünfläche zwischen mauer und spree vernünftig nutzt, denn momentan ist die fläche wirklich eher eine brache ... da hätte ein vernünftiger park hingehört oder auch irgendein kulturbau ... meinetwegen auch luxuslofts ...

aber die gallery hätte man in jedes konzept einbinden sollen/müssen ... trottelnallemiteinander! :(

alter, schau dir die fotos an,
da gibts ne einfahrt
wo auch LKWs durchpassen
und außerdem
wie lange ist das gesamte noch stehende stück ?

alter ... ich wohn' 300m luftlinie davon ... also erzahl' mir nix ;)

lkws passen durch WEIL die mauer weg ist ... auf der einen seite ist die mühlenstrasse (wo man eine verbindung schaffen will) und auf der anderen seite ist grasfläche/brache + ein fuss/radweg entlang der spree

hier ein bissl mehr hintergrundinfos:
http://tinyurl.com/d4bf723

An das Forum

euch wärs ja am liebsten die Mauer stünde noch!

Mir eigentlich auch aber aus anderen Gründen!

Darum wollen einige die Geschichte vergessen lassen ...

.. damit man sie wiederholen darf!

keine Sorge

Wir werden ja pausenlos an unsere Erbschuld erinnert von Leuten, die besser ihre eigenen Leichen verstecken wollen...

immer noch

sechs Metter?

Wie der Berliner halt so sagt:

"Dat sin jetz sechs Metter, nich?"

Berliner Senat kritisiert Abrissarbeiten....

...Politiker sind doch tatsächlich das Dümmste was frei herumlaufen darf. Der Bauher hat eine Baubewilligung - von wem hat er die wohl?

Ich finds gut dass man nicht auf eine kleine laute Minderheit hört sondern das macht was für die Bevölkerung insgesamt wesentlich sinnvoller ist. Da könnte sich die Wiener SPÖ mal was abschauen, weil die machen ja bei jedem Populismus-Blödsinn mit.

die Berliner Bevölkerung hat sicher viel von den Luxus Wohnungen die als Spekulationsobjekt dienen. echt klasse

Posting 1 bis 25 von 48
1 2

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.