25.000 Hasen starben im Vorjahr auf Österreichs Straßen

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    foto: apa/armin weigel

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Insgesamt kamen fast 80.000 Wildtiere unter die Räder

Wien - Das Leben für Meister Lampe in Österreich ist gefährlich: Insgesamt 24.852 Hasen wurden im Vorjahr im Straßenverkehr getötet. Fahrbahnen in Niederösterreich und Oberösterreich waren das todbringendste Pflaster für die Tiere, gefahrvoll leben Hasen auch im Burgenland und der Steiermark. Insgesamt kamen 2012 fast 80.000 Wildtiere unter die Räder, berichtete der Verkehrsclub Österreich am Mittwoch.

Erfasst sind laut VCÖ jedoch nur die bei der Bezirkshauptmannschaft eingegangenen Meldungen. Die Dunkelziffer liege weit höher. Die größte Opfergruppe im Vorjahr waren Rehe, 35.865 mussten im Straßenverkehr ihr Leben lassen.

Paarungszeit gefährdet Hasen

Rund um Ostern leben Hasen besonders gefährlich. "Es ist Paarungszeit und damit laufen die Hasen viel herum. Da jedoch ihr Lebensraum von vielen Straßen zerschnitten ist, kommen sie leider häufig unter die Räder", so VCÖ-Sprecher Christian Gratzer. Seit 2005 wurden laut VCÖ mehr als 270.000 Hasen von Autos und Lastwagen "erlegt", das sind fast drei mal so viele, wie die Jäger im Vorjahr schossen.

Die meisten Hasen sterben in Niederösterreich

Fast die Hälfte der im vergangenen Jahr getöteten Hasen, insgesamt 10.934, kamen in Niederösterreich unter die Räder. In Oberösterreich wurden 5.777 Hasen Opfer des Straßenverkehrs, im Burgenland 4.141, in der Steiermark 2.832, in Salzburg 576 und in Kärnten 417. In Wien waren es 64, in Tirol 32 und in Vorarlberg elf tote Meister Lampe.

Zahl sinkt seit 2008

Positiv für die Hasen ist jedoch, dass seit 2008 die Zahl der erlegten Tiere prinzipiell sinkt. Wurden 2008 noch rund 41.000 getötet, sank diese Zahl 2009 bereits auf rund 38.000 tote Hasen und 2010 waren es knapp 28.000. Von 2011 auf 2012 gab es jedoch wieder eine Steigerung um 543 mehr getötete Schlappohren.

Im 20 Quadratkilometer großen Aktionsraum eines Feldhasen befinden sich im Durchschnitt 60 Kilometer Straßen, so der VCÖ. Der Club forderte daher, dass in schützenswerten Naturgebieten keine Straßen gebaut, Bahnverbindungen jedoch ausgebaut werden. Je mehr auf die Bahn umsteigen können, umso weniger Autos gefährden das Leben der Hasen und anderer Wildtiere, so der VCÖ. (APA, 27.3.2013)

Zahl der getöteten Wildtiere 2012

Rehe: 35.865
Hasen: 24.852
Fasane: 9.122
Füchse: 3.008
Marder: 1.838
Dachse: 1.414
Schwarzwild: 506
Iltisse: 448
Rotwild: 445
Wiesel: 366
Rebhühner: 301
Gams-, Muffel- und Steinwild: 50
Dam- und Sikwild: 30
Sonstige: 390

Quelle: Statistik Austria, VCÖ 2013

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Würden die Menschen nur etwas mehr Acht geben ...

Ich wohne am Land und sehe jeden Tag Feldhasen, Fasane und sogar Rehe in den Feldern nebenan - jedes Mal ein erfreulicher Anblick in den frühen Morgenstunden.
Doch dieses "Naturschauspiel" hat auch seine Schattenseite, so liegen auch oft angefahrene Tiere auf den Straßen in der näheren Umgebung - niemand nimmt sich ihnen an, niemand räumt sie von der Straße - generell fühlt sich niemand für sie verantwortlich, und schon gar nicht die Autofahrer, die sie ja überfahren haben!

In einem Gebiet, wo man mit Wildwechsel rechnen kann, oder überhaupt in einer ländlichen Umgebung sollten wir Autofahrer einfach vermehrt darauf achten, dass Wildtiere über die Straße laufen könnten. Also bitte behaltet die Straßenränder im Visier!

aso

jetzt weiß ich woher das mit dem osterhasen kommt.
und das reh ist das rentier.
alles klar

Die neuralgischen Stellen (Wechsel) sind den Jägern bekannt. Da kleschts alle Jahre x-mal mit den Autos, man wird gerufen, kommt hin und das Reh will mit 4 gebrochenen Läufen auf den Stummeln weg, kommt aber nicht mehr voran.

Für so viel gibts Geld (auch für Krötenleitsysteme), nur für mehr Wildbrücken oder -tunnel (auch über Bundesstraßen) scheinbar nicht.

Todeszonen

Fahrbahnen sind weniger Verkehrsflächen, als Todeszonen.

Das Auto ist jedenfalls die am meisten mörderische zivile Großtechnologie, die der Mensch je ersonnen hat. Atomkraftwerke sind im Vergleich dazu lieb und klein. Sogar dann noch, wenn sie zum Supergau werden. Den Autoverkehr toppt nichts!

120.738 Hasen werden von Jägern legal geschossen. Die Zahl der von Jägern gewilderten ist wohl um einiges höher!

ich hab 2012 auch ein paar Hasen erlegt ... aber an die o.a. Zahlen komm ich bei weitem nicht ran ... :(

wenn jede(r) so unvorsichtig fahren würde, wären mind. 25.000 tote Hasen, sondern einige 10.000.000

Es scheint, als wäre es dir wichtiger durchs Autofahren die Umwelt zu verschmutzen, als auf das Leben von unschuldigen Tieren Rücksicht zu nehmen!

25000 Hasen ist schon irre.

Aber die 36000 Rehe schrecken mich im Vergleich sogar noch mehr...

und wie viele Hasen werden durch Füchse getötet?

Eventuell würde es auch was bringen die Füchse in Ö zu vertreiber bzw. auszurotten. Würde auch die Tollwut Gefahr reduzieren.

Der Mensch ist nicht das wichtigste Tier auf der Erde

Wenn die Füchse so denken würden, wie Du, dann wäre die Menschheit schon längst ausgerottet. Wir tuen den Füchsen wesentlich mehr Böses an, als sie uns.

Die Füche ausrotten?

Geht's eigentlich noch? Wie viele Füchse hat Österreich denn noch? Nach all den Wilderern der letzten Jahre? In einer zivilisierten Gesellschaft wie unserer ist Tollwut mittlerweile kein Problem mehr, also fällt Ihr Argument um.
Da wir schon die Bären, die Lüchse, die Wölfe ausgerottet haben - wieso nicht auch noch die Füchse? Wie geschmacklos kann man eigentlich sein. Als wären Füchse heutzutage noch ein ausgewachsenes Problem.

Falls Sie es nicht mitbekommen haben, finden großflächige "Wieder-Ansiedlungsprojekte" der fleischfressenden Wildtiere in Österreich statt! Was übrigens auch zu befürworten ist!

Sowohl das gezielte Ausrotten als auch das Einbringen von Arten stellen die dümmstmöglichen Eingriffe in ein Ökosystem dar.

Erstens ist das der normale Lauf der Natur ( oder wollen sie jetzt alle Löwen töten damit die Zebras nichts passiert?), und zweitens ist Österreich schon seit Jahren Tollwutfrei!!

Natur

Blechbüchsen, die mit 100 Sachen auf der Bundesstraße glühen, ist Natur?

Liebe Dame, hier war die Rede von Hasen die von Füchsen gefressen werden! A bisl genauer lesen! :)

die größte Opfergruppe sind katzen ind igel

als fahrradfahrer weiß man das
aber das is dem jäger (der will die oben genannten tiere selbst töten) ******** egal

Zum Glück hatte ich noch nicht "das Glück" einen Hasen/Reh mit dem Motorrad zu erwischen, aber das ist eigentlich von allen Gefahren des Motorradfahrens die, die mir am meisten Angst bereitet weil noch weniger vorhersehbar wie Autofahrer die z.B. eine Stopptafel übersehen.

"25.000 Hasen starben im Vorjahr auf Österreichs Straßen"

Wieviel sind erst durch die Folgen des Rauchens umgekommen? Oder durch Alkoholgenuss?
Was? Ah so, falsches Forum.

Das habe ich irgendwo im Weinviertel aufgenommen.

http://img4web.com/view/P2RRNG

This is not my job.

Jaja VCÖ

Legt's eine Bahnstrecke durch die Einöde...

Neinnein, marty funk

lieber betonieren wir noch eine 5-spurige Autobahn hin wo`s geht, damits schön laut und stinkig wird überall, sogar in der hintersten Einsiedelei.
Und das mit dem lästigen Wildviech erledigt sich dann schnell von allein.

Falsch!

Die Strecke wo die Haserln überfahren werden, gibts ja schon!

Die großen Landraubtiere wie Wolf und Bär sind seit langem verschwunden,...

... sodaß nun ein motorgetriebener Ersatz auf Rädern bei der Kontrolle der Wildpopulationen helfen muß - durch Reduktion der Bestände in Form von Prallwild statt Fallwild, durch Abfuhren statt Abschüssen.

Die Anschaffung als massiv konstruierter Geländewagen verlängert dabei dessen Effektivität und Nutzungsdauer bei solcher mechanisierten Hege.

(Dieses Posting ist ähnlich sinnfrei wie die VCÖ-Aussendung.)

Dr. Heinz Anderle, Freigeist

Wie jedes Jahr 0 Punkte für mich.

Kann man den Viecherln nicht beibringen nach links und rechts zu schauen bevor sie die Straße überqueren? Oder sind die so sehr im Rammelrausch? Noch schlimmer wird es sein wenn es Hasenkompatible MP3-Player gibt.

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