RLB Tirol steigert Ergebnis

27. März 2013, 13:12
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Innsbruck - Die Raiffeisen-Landesbank Tirol AG (RLB Tirol AG) hat 2012 das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) um 2,4 Prozent von 24,20 Mio. auf 24,79 Mio. Euro gesteigert. Dies erklärte Vorstandsvorsitzender Hannes Schmid am Mittwoch bei der Bilanzpressekonferenz in Innsbruck. "Das niedrige Zinsniveau drückt auf das Ergebnis", fügte Schmid hinzu. Die Risikokosten wurden um 9,5 Prozent auf 18,29 Mio. Euro (2011: 20 Mio. Euro) gesenkt.

"Der Rückgang in der Risikovorsorge hat sicherlich zur Steigerung des Gewinns beigetragen", sagte Schmid. Die Kernkapitalquote wurde von 11 auf 11,37 Prozent gesteigert und liegt laut Vorstandsvorsitzendem bereits jetzt deutlich über der zukünftigen Basel-III-Quote von sieben Prozent. Die Eigenmittel wurden um 0,7 Prozent gesteigert und liegen jetzt bei 376,58 Mio. Euro (2011: 373,87 Mio. Euro). Die Bilanzsumme verzeichnete ein Minus von 3,9 Prozent und ging von 7,356 Mrd. Euro im Jahr 2011 auf 7,069 Mrd. Euro zurück. Dies lasse sich durch den Rückgang in der Fremdwährungsfinanzierung erklärten, meinte Schmid.

Das Emissionsvolumen wuchs von 1,38 Mrd. Euro im Jahr 2011 auf 1,40 Mrd. Euro an. "Besonders nachgefragt waren neuerlich die Raiffeisen-Tirol-Regionalanleihen, die ausschließlich in der Region Tirol investieren", sagte der Vorstandsvorsitzende. Die Aktionäre der Raiffeisen-Landesbank Tirol AG - zu 99 Prozent die Tiroler Raiffeisenbanken - erhalten wie im Jahr 2011 eine Dividende von 100 Euro je Aktie.

Kritik übte Schmid an der Bankensondersteuer. "Wir müssen fast vier Millionen Euro Sondersteuer zahlen und dazu kommt auch noch das niedrige Zinsniveau", beklagte er. Dieses sei zwar gut für die Kreditnehmer, lasse für die Banken aber kaum eine Möglichkeit zum Substanzaufbau, der jedoch von der EU gefordert werde, fügte er hinzu. "Jetzt immer neue Abgaben und gleichzeitig mehr Eigenkapitalausstattung von Regionalbanken zu verlangen, ist gefährlich", meinte Schmid.

Das Institut betreibt in Tirol 23 Bankstellen und beschäftigte im Jahr 2012 durchschnittlich 452 Mitarbeiter. Der Kundenanteil betrage landesweit rund 47 Prozent. (APA, 27.3.2013)

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