Mehr Gewinn bei Schelhammer & Schattera

27. März 2013, 13:08
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Wien - Das Bankhaus Schelhammer & Schattera, das mehrheitlich im Eigentum kirchlicher Organisationen steht und an den Casinos Austria beteiligt ist, hat im Jahr 2012 mehr verdient. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) stieg auf 7,6 Mio. nach 4,6 Mio. Euro. Der Konzernjahresüberschuss verbesserte sich auf 5,2 Mio. nach 3,4 Mio. Euro und der Jahresgewinn stieg auf 3,6 Mio. nach 2,5 Mio. Euro, geht aus einer Pflichtveröffentlichung im Amtsblatt (Mittwoch) hervor.

Geschrumpft ist hingegen die Konzernbilanzsumme, und zwar auf 708,8 Mio. nach 732,5 Mio. Euro. Der Nettozinsertrag ging auf 9,3 Mio. nach 9,4 Mio. Euro zurück, die Betriebserträge beliefen sich auf 21,8 Mio. nach 21,2 Mio. Euro.

Die Chefs der Kirchenbank verdienten voriges Jahr 682.139 Euro nach 1,3 Mio. Euro 2011 (Aktivbezüge). Der Grund für die große Differenz: Seit dem Abgang von Vorstandsmitglied Günter Bergauer - er übernahm die Stabsstelle für die Betreuung kirchlicher Institutionen und Orden - per Ende April 2012 sitzen mit Michael Martinek und Peter Böhler nur mehr zwei Personen im Vorstand der Kirchenbank.

Das Bankhaus Schelhammer & Schattera ist laut FirmenCompass nach wie vor mit 5,31 Prozent am Glücksspielkonzern Casinos Austria beteiligt. Vorstandschef Martinek hatte im Herbst 2011 angekündigt, sich im Zuge der verstärkten Konzentration auf ethische Geldanlagen von dem Anteil trennen zu wollen. Offenbar will die Kirchenbank aber damit noch warten, bis die österreichischen Glücksspiellizenzen, um die auch die bisherige Monopolistin Casinos Austria rittert, endgültig vergeben sind, wie es in der Branche heißt. (APA, 27.3.2013)

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