PS4-Architekt wusste bereits 2007 vom Problem der PS3

27. März 2013, 13:40
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Mark Cerny designte die neue Konsole auf Basis von Entwickler-Feedback

Mark Cerny, Architekt der PlayStation 4 (PS4), wusste bereits 2007, "dass (Sony) Probleme mit der PlayStation 3" hatte. Obwohl die Hardware rund um den CELL-Prozessor für die damalige Zeit überaus leistungsstark war, stellte sich die Entwicklung von Spielen im Vergleich zu PC und Xbox 360 als kompliziert heraus. Im gleichen Jahr noch begann Cerny daher mit den Forschungsarbeiten am x86-Prozessor, der sich nun in der PS4 befindet

Alles sollte einfacher werden

"Der wichtigste Punkt war, dass die Hardware kein Rätsel für die Programmierer sein sollte, das erst gelöst werden muss, um hochwertige Titel produzieren zu können", sagt Cerny im Interview mit Gamasutra. Erst als Sonys führende Studios Naughty Dog ("Uncharted") und Sony Santa Monica ("God of War") Zeit und Geld investierten, um die Ressourcen der PS3 ausschöpfen zu können, und dieses Wissen zu teilen begannen, nahm die Konsole an Fahrt auf. Inzwischen hatte sich die Xbox 360 jedoch als Leitplattform für Dritthersteller etabliert.

2008 begann Cerny damit, Hersteller zu fragen, was sie sich von der nächsten Konsolengeneration erhoffen. Allerdings musste er vorsichtig vorgehen, schließlich durfte nicht ans Tageslicht gelangen, dass Sony bereits an der PS4 arbeitet. Die Antworten der Entwickler waren eindeutig: Ein gemeinsamer Arbeitsspeicher für Prozessor und Grafikchip und nicht mehr als acht Rechenkerne.

Bessere Werkzeuge

Die x86-Architektur der nächsten PlayStation, sowie die von Spielherstellern geforderten, besseren Werkzeuge und Entwicklungsumgebungen waren ebenso Teil der Lösung. "Wir wollten umfangreichere und leichter zugängliche Werkzeuge für unsere Entwickler - bereits zum Marktstart", so Cerny. Als erstes Produkt verkörperte die Handheld-Konsole PS Vita diese Herangehensweise. Vor der PS Vita und der PS4 wurden Sonys Konsolen von Ingenieuren konzipiert, ohne Rücksicht auf die Bedürfnisse der Softwareentwickler.

Als Sony im Februar schließlich die PS4 vorstellte, fokussierte die Präsentation die wesentlichen Punkte des Entwickler-Feedbacks. Wie berichtet, verfügt die PS4 über eine PC-ähnliche x86-Architektur, 8 GB gemeinsamen Arbeitsspeicher und acht Rechenkerne. Neuerungen, die vielleicht nicht als besonders innovativ aufgefasst wurden, jedoch von Spielstudios freudig entgegengenommen wurden. Durch eine einfachere Architektur müssen Entwickler weniger Zeit in die Technologie investieren und können sich eher auf das Spiel konzentrieren. (zw, derStandard.at, 27.3.2013)

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    Mark Cerny präsentiert den neuen Controller der PS4.

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