Massentrance bei magischem Tattoo-Festival in Thailand

Ansichtssache27. März 2013, 18:46
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Mönche fertigen in einem Tempel "heilige Tätowierungen" an

Jährlich, an einem besonderen Tag im März, versammeln sich hunderte Menschen im thailändischen Wat Bang Phra. Rund eine Stunde Autofahrt von Bangkok entfernt wird dort in einem Tempel ein magisches Tattoo-Festival abgehalten. Die Mönche sind bekannt dafür, dass sie mit ihren langen Nadeln sogenannte Sak Yant (heilige Tätowierungen) anfertigen. Diese sollen vor Kugeln schützen und dem Träger Glück bringen. Die Tinte besteht aus Kräutern, ein wenig Schlangengift, Zigarettenasche und geheimen Zutaten.

Die Mönche tätowieren zwar während des gesamten Jahres, dennoch ist das Festival besonders. Laut Überlieferung könne nur an diesem Tag die magische Wirkung der bereits vorhandenen Tätowierungen erneuert werden. Diese Wirkung verliere der Träger, wenn er sich nicht an die Vorschriften der Mönche halte - also nicht zu töten oder zu stehlen, keine Drogen oder Alkohol zu sich zu nehmen, nicht zu lügen und keine sexuellen Verfehlungen zu begehen.

Reuters-Fotograf Damir Sagolj war heuer bei dem Festival dabei und berichtet, dass sich anwesende Menschen in Trance wie ihre tierischen Tätowierungen bewegten. Die Hitze von über 35 Grad Celsius schien ihnen dabei nichts auszumachen. Sagolj musste während der Feierlichkeiten vor dem Schrein des Tempels auf die Bühne klettern, um überhaupt Fotos machen zu können. (red, derStandard.at, 27.3.2013)

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