USA drohen mit Aussetzen von Hilfen für Zentralafrikanische Republik

26. März 2013, 22:07
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Washington verurteilt Sturz der Regierung

Washington/Bangui - Die USA haben angesichts des Umsturzes in der Zentralafrikanischen Republik mit einem Aussetzen von Hilfen für das Land gedroht. Washington verurteile die "illegitime Machtergreifung durch die Rebellenallianz Seleka", sagte ein Sprecher des US-Außenministeriums am Dienstag. Die USA kritisierten die Entmachtung von Staatschef François Bozize, der zur Flucht gezwungen worden sei, sowie die Selbsternennung von Rebellenchef Michel Djotodia zum Präsidenten. Zudem seien Berichte über Plünderungen seitens der Rebellen "inakzeptabel".

Die USA verfolgten daher nun genau die Ereignisse in dem Land, um mögliche Konsequenzen für ausländische Hilfen zu prüfen. Den Angaben zufolge geht es um fast 2,2 Millionen Dollar (1,7 Millionen Euro) an nichthumanitärer Hilfe, mit der Washington unter anderem Projekte der militärischen Ausbildung sowie Programme gegen Schmuggel finanziert. Humanitäre Hilfen sollen demnach aber nicht eingeschränkt werden.

UN berichten von Plünderungen

Die Rebellen hatten die Hauptstadt des Landes, Bangui, am Sonntag unter ihre Kontrolle gebracht. Der entmachtete Präsident Francois Bozize war zuvor nach Kamerun geflohen. Nach UN-Angaben gab es in Bangui am Sonntag und am Montag Plünderungen, auch Schüsse waren demnach zu hören. Rebellenführer Djotodia kündigte am Montagabend an, die Verfassung außer Kraft zu setzen, das Parlament auflösen und die Übergangsregierung abzusetzen.

In dem Land sind auch südafrikanische Einheiten im Einsatz. Am Sonntag wurden 13 der Soldaten bei Kämpfen mit Rebellen getötet. Die südafrikanische Opposition forderte am Dienstag eine grundsätzliche Untersuchung des Einsatzes in der Zentralafrikanischen Republik durch das südafrikanische Parlament. (APA, 26.3.2013)

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