Gemeindefusionen: Schladminger Nachbar-Ortschef warf das Handtuch

26. März 2013, 17:13
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VP-Bürgermeister von Pichl-Preunegg geht unter Protest - Rohrmooser Kollege sieht keine Kursänderung

Schladming - Die steirische Gemeindestrukturreform, die bis 2015 die Zahl der derzeit 539 Kommunen praktisch halbieren soll, stößt nicht nur auf Zustimmung. Besonders stark ist die Ablehnung in Rohrmoos und Pichl-Preunegg gegen eine Fusion mit der WM-Stadt Schladming. Der Bürgermeister von Pichl-Preunegg, Johann Spielbichler (V), gab am Dienstag unter harten Worten seinen Rücktritt bekannt.

In der Aussendung Spielbichlers war von "maßloser Enttäuschung" und "unverständlicher und arroganter Vorgangsweise" der Landespolitiker und der Verwaltung die Rede. Die Einwände und positiven Finanzdaten seien "einfach ignoriert" worden. Der scheidende Bürgermeister wies auch auf das 98-Prozent-Votum bei einer Volksbefragung für die Beibehaltung der Eigenständigkeit hin. "Besonders bedenklich und zermürbend" finde er auch die fehlende Unterstützung der Bezirks- und Landesparteigremien der ÖVP, für die er jahrzehntelang unermüdliche Arbeit geleistet habe.

Mitstreiter-Kollege Hermann Trinker aus Rohrmoos bedauerte den Rücktritt, zeigte sich aber sicher, dass er auch mit dem Nachfolger "im Duett" den Kurs halten werde. Listen-Bürgermeister Trinker: "Nach der Verkündung der neuen Landkarte am 21. Jänner gab es ein Gespräch mit den Landeshauptleuten - wir dürfen unsere Argumente schärfen und bleiben im Gespräch, hieß es. Seither schärfen wir unsere Argumente." (APA, 26.3.2013)

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