Kosmische Phänomene anhand von 5-Cent-Münzen gemessen

30. März 2013, 17:45
14 Postings

Rechnen um des Rechnens willen: Der Wert einer Supernova und der höchste Münzstapel des Multiversums

Zum einen ist dieser Klicktipp ein Nachtrag zu einem Artikel über die Spiralgalaxie NGC 1637, den wir in der vergangenen Woche hatten. Dort wurde 1999 eine Supernova gesichtet, die ihre Heimatgalaxie buchstäblich ausblendete und vergleichsweise langsam verblasste. Zum anderen bietet er neues mathematisches Futter für alle diejenigen, denen der Schmäh mit der Umrechnung in "Badewannen" und "Fußballfelder" mittlerweile zu abgenutzt ist. Es geht noch viel ... anschaulicher.

Im "Slate"-Magazin hat der Astronom Phil Plait, Gründer des "Bad Astronomy"-Blogs, eine herrlich sinnbefreite, aber dennoch interessante Reihe von Berechnungen durchgeführt. Der Titel "Wieviel ist eine Supernova wert?" ist allerdings etwas irreführend, da es sich erstens nur um den kalkulierten Materialwert handelt. Und zweitens zog Plait auch nur eines der schweren Elemente, die durch eine Supernova erzeugt werden, in Betracht: Nickel. Und das wiederum in erster Linie deshalb, weil "Nickel" auch eine Bezeichnung für die US-amerikanische 5-Cent-Münze ist.

Diese Umrechnung führt zu einigen bemerkenswerten Zahlen: Etwa dass die obige Supernova 100 Billiarden Mal den Gegenwert der US-Staatsverschuldung ins Universum blies. Oder dass sich der betreffende Münzstapel dutzende Male durchs ganze Universum erstrecken würde. Damit kann keine Badewanne mithalten ...

--> Slate: "How Much Is a Supernova Worth?"

(red, derStandard.at, 30. 3. 2013)

  • Ein US-amerikanischer "Nickel" besteht seinem Namen zum Trotz zu 75 Prozent aus Kupfer. Aber keine Angst, das wurde in den nebenstehenden Berechnungen berücksichtigt.
    foto: apa/epa/shawn thew

    Ein US-amerikanischer "Nickel" besteht seinem Namen zum Trotz zu 75 Prozent aus Kupfer. Aber keine Angst, das wurde in den nebenstehenden Berechnungen berücksichtigt.

Share if you care.