Heizkosten sparen durch Manipulation

26. März 2013, 11:40
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Kommunalpolitiker in Obernberg am Inn sollen durch Fernwärme-Manipulationen Heizkosten gespart haben, sie weisen den Vorwurf zurück

Der Prüfungsausschuss der Gemeinde Obernberg am Inn im Bezirk Ried kritisiert, dass Kommunalpolitiker durch Manipulationen an Fernwärmerohren Heizkosten gespart hätten. Ausschuss-Obmann und SPÖ-Fraktionsobmann Karl Eckelsberger-Aigner zählt auch Bürgermeister Stephan Fattinger (ÖVP) zu den dadurch Begünstigten. Dieser wies die Vorwürfe zurück und bezeichnete sie als "Märchenstunde", berichteten die "Oberösterreichischen Nachrichten" (OÖN) am Dienstag.

Obernberg nutzt seit 1996 Thermalwasser für Heizung und Warmwasserversorgung. Die Obernberg Fernwärmegesellschaft (OFWG) steht zu 100 Prozent im Gemeindeeigentum. Durch Manipulationen an den Leitungen sollen insgesamt 14 Haushalte zwischen 2005 und 2009 für das gelieferte Warmwasser weniger bezahlt haben, als sie tatsächlich verbraucht haben, berichten die OÖN unter Berufung auf den ihnen vorliegenden Prüfbericht. Die Ersparnis schätzt Eckelsberger-Aigner auf bis zu 500 Euro pro Jahr. Als ein Servicetechniker die Umbauten an den Leitungen entdeckte, habe sich die OFWG-Geschäftsführung zum Rückbau entschieden und dafür auch die Kosten getragen. Diese seien dem Prüfungsausschuss nicht bekannt.

Der Bürgermeister bezeichnete die Kritikpunkte des SPÖ-Fraktionsführers laut Bericht als "Märchenstunde". Anderen Mandataren wirft er "Intrigen" vor. Nach einer Beschwerde prüft auch die Gemeindeaufsicht des Landes. Strafrechtlich Relevantes werde an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet, kündigte das Büro des zuständigen Landeshauptmann-Stellvertreters Josef Ackerl (SPÖ) an. (APA, 26.3.2013)

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    Warm und günstig, so sollen die Fernwärme für manch Kommunalpolitiker gewesen sein.

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