Europas Leitbörsen schließen uneinheitlich

26. März 2013, 18:08
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Nervosität bleibt hoch

Frankfurt am Main - Die europäischen Leitbörsen sind am Dienstag nach einem eher unspektakulären Handelstag ohne klare Richtung aus dem Handel gegangen. Der Euro-Stoxx-50 verlor leicht um 8,16 Punkte oder 0,31 Prozent auf 2.641,12 Zähler.

Die Unsicherheit unter den Investoren bleibt hoch, hieß es von Marktbeobachtern. Am Vortag hatten die Aussagen des Eurogruppen-Chefs Dijsselbloem die internationalen Märkte unter Druck gebracht.

Dijsselbloem war von der britischen "Financial Times" dahin gehend zitiert worden, dass die Belastung von zypriotischen Bankkunden als Vorbild für andere Euro-Länder dienen könnte. Der Niederländer relativierte anschließend seine Äußerungen und betonte, er sei falsch interpretiert worden. Am Dienstag distanzierten sich andere Vertreter der Eurozone von den Aussagen.

Für Bewegung sorgte am Dienstag vor allem die internationale Konjunkturfront. So darf sich Italien trotz Zypern-Krise und prekärer politischer Umstände über sinkende Finanzierungskosten freuen. Die am Nachmittag veröffentlichte Vielzahl an US-Daten fiel durchwachsen aus und brachte daher keine klaren Impulse.

Ein Branchenvergleich in Europa zeigte den Telekom-Sektor als größten Verlierer. Auch die Bankbranche musste etwas an Terrain abgeben. Hingegen führte der Pharma-Sektor die Gewinnerliste an. Auch Aktien aus der Baubranche erfreuten sich reger Nachfrage.

Unter den Einzelwerten im Euro-Stoxx-50 rutschten Telefonica mit einem Minus von knapp fünf Prozent auf 10,68 Euro ans untere Indexende. Europas größte Telefongesellschaft hat zum Schuldenabbau eigene Aktien verkauft und damit 975 Millionen Euro eingenommen. 90,1 Millionen Anteilscheine wechselten zu 10,80 Euro das Stück die Hände, wie der Konzern mitteilte. Der Verkauf erstreckte sich damit über knapp zwei Prozent des Aktienkapitals.

In deren Sog verloren die Aktien der Deutschen Telekom 1,85 Prozent auf 8,346 Euro und France Telecom büßten 1,88 Prozent auf 8,15 Euro ein.

Unter den Finanzwerten konnten BNP Paribas ein Plus von 1,10 Prozent auf 40,365 Euro verbuchen. BBVA verloren hingegen 3,31 Prozent auf 6,801 Euro und UniCredit gaben 2,02 Prozent auf 3,306 Euro nach. (APA, 26.3.2013)

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