Streit um Kollektivvertrag: Dänemark sperrt 67.000 Lehrer aus

26. März 2013, 10:51
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Schulen wollen neue Arbeitszeitregelungen einführen - Gewerkschaft dagegen

Kopenhagen - 67.000 dänische Lehrer dürfen nach Ostern bis auf Weiteres ihre Schulen nicht mehr betreten. Zu diesem Schritt entschloss sich der dänische Staat, nachdem am Dienstag auch die Kollektivvertragsverhandlungen mit den staatlich beschäftigten Lehrern scheiterten. Die Verhandlungen mit den bei den Kommunen beschäftigten Lehrern waren bereits am Freitag ergebnislos abgebrochen worden. 875.000 Schüler sind von den Maßnahmen betroffen. Die Verhandlungen scheiterten an den Plänen der Arbeitgeber, neue Arbeitszeitregelungen einzuführen.

Abschlussprüfungen abgesagt

Nicht-gewerkschaftlich organisierte Lehrer dürfen zwar weiterhin unterrichten, sie werden in den kommenden Wochen aber vor überfüllten Klassen stehen. Der Großteil des Unterrichts wird dennoch ausfallen. Einige Berufsschulen haben für die Woche nach Ostern geplante Abschlussprüfungen bereits abgesagt.

Die Dauer der Aussperrung hängt einzig davon ab, wann die Tarifparteien wieder an den Verhandlungstisch zurückkehren. Dank gut gefüllter Kassen sind die Gewerkschaften nicht unter Druck. Sie könnten die Aussperrung zwei Monate durchhalten, teilten sie mit. (APA, 26.3.2013)

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