Die 3D-Drucker-Revolution

26. März 2013, 09:10
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Technologie soll ganz neue Möglichkeiten eröffnen - Von ausgedruckten Organen bis zum Wandel der Fertigung

Kaum eine Woche vergeht, ohne dass neue Berichte über die verlockenden Möglichkeiten des 3D-Drucks die Schlagzeilen erobern. In einem aktuellen Artikel fragt sich denn auch das US-Online-Magazin Salon, ob es eigentlich etwas gibt, dass 3D-Drucker nicht können.

Versprechen

Immerhin sind die damit verbundenen Versprechungen manigfaltiger Natur: So sollen 3D-Drucker künftig einmal menschliche Organe fertigen können, die Gerätefertigung revolutionieren und so nebenbei auch noch den Klimawandel bremsen.

Druck

Klar: Derzeit ist vieles davon noch weit von einer Serienreife entfernt, die Forschung stürzt sich auf die neue Technologie aber wie noch auf wenige Entwicklungen zuvor. Eines der dabei wohl faszinierendsten Projekte ist in der medizinischen Forschung zu suchen: Auf der Heriot-Watt-Universität in Edinburgh haben WissenschafterInnen herausgefunden, wie sie Sphäroide aus mehreren Schichten an Stammzellen "drucken" können.

Gewebe

Kurzfristig hofft man mit dieser Methode exaktere Gewebenachbauten erzeugen zu können, als es bisher der Fall war, was vor allem für die Arzneimitteltests ein großer Vorteil wäre. Auf Sicht hat man aber noch wesentlich ambitioniertere Pläne: So sollen auf diesem Weg einmal ganze menschliche Organe nachgebaut werden können. Der Clou daran: Da bei dieser Methode die eigenen Zellen des Patienten als Basis genommen werden, falle auch das Risiko der Abstoßung weg.

Speed

Beim Karlsruher Unternehmen Nanoscribe wird unterdessen an einer neuen Generation von 3D-Druckern gearbeitet, die mithilfe von Lasern die Erstellung eines Objekts um den Faktor 100 im Vergleich zu aktuellen Systemen beschleunigt - und damit das Potential hat die Fertigung von Bauteilen nachhaltig zu verändern.

Wege

Bleibt die Frage, was all dies mit dem Klimawandel zu tun hat: Die Antwort ist eine einfache: Kommt es tatsächlich zur versprochenen Revolution bei Fertigungstechniken durch 3D-Druck, könnten potentiell viele Transportwege entfallen, etwa wenn Ersatzteile lokal nachproduziert werden können, anstatt sie quer über den Globus verschiffen zu müssen.

Potential

Bis all dies Realität wird, dauert es natürlich noch eine ganze Zeit, viele der aktuellen Forschungsprojekte rund um 3D-Druck stecken erst in den Kinderschuhen. Das Potential ist allerdings ein riesiges. (red, derStandard.at, 26.03.13)

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    So faszinierend bereits aktuelle 3D-Drucker - hier der Makerbot Replicator 2 - sind, sie sind nur die Vorboten eines größeren Umbruchs in der Fertigung.

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