Zyperns Präsident nennt Rettungsmaßnahmen "schmerzhaft"

25. März 2013, 21:12
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Anastasiades bleibt aber optimistisch: Land wird "wieder auf die Beine kommen" - Deutscher Finanzminister Schäuble warnt vor "schwerer Zeit"

Nikosia - Zyperns Präsident Nikos Anastasiades hat die mit den internationalen Geldgebern seines Landes vereinbarten milliardenschweren Rettungsmaßnahmen als "schmerzhaft" bezeichnet. Die Mittelmeerinsel werde aber "wieder auf die Beine kommen", gab sich Anastasiades am Montagabend in einer vom Fernsehen übertragenen Rede an die Nation überzeugt. Die Verhandlungen mit der Eurozone und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) bezeichnete er als "sehr schwierig". Es habe dabei "dramatische Augenblicke" gegeben, sagte Anastasiades. Gemeinsames Ziel sei es aber gewesen, "unser Land zu retten".

Die Finanzminister der Eurozone hatten am frühen Montagmorgen in Brüssel beschlossen, Zypern Finanzhilfen von bis zu zehn Milliarden Euro zu gewähren. Zugleich soll der Bankensektor des Landes umstrukturiert werden. Zudem ist ein Abschlag auf Bankguthaben von mehr als 100.000 Euro bei der marktführenden Bank of Cyprus in Höhe von 30 Prozent vorgesehen. Die Milliardenhilfen sollen der Eurorettungsfonds ESM und der IWF leisten.

Der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) sagte am Montagabend im ZDF, Zypern sei "in einer schwierigen Lage", aus der das Land "nicht so einfach" wieder herauskommen werde. "Deswegen werden die Menschen eine schwere Zeit haben, das ist unvermeidlich", sagte Schäuble. Er glaube aber, es sei "eine Vereinbarung getroffen, die die Grundlage sein kann für den bestmöglichen Weg, auch für Zypern, diese Krise zu überwinden". (APA, 25.3.2013)

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