Langer Weg zu Zyperns Rettungspaket

25. März 2013, 17:25
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25. Juni 2012: Zypern bittet die Eurozone um Hilfe, nachdem zwei große Banken im Zuge der Griechenland-Krise Verluste von insgesamt 4,5 Milliarden Euro erleiden.

8. Oktober: Die EU drängt Zypern, einem Rettungsplan der Troika (EU, IWF, EZB) zuzustimmen. Dieser sieht eine Erhöhung der Mehrwertsteuer und Gehaltskürzungen im öffentlichen Dienst vor.

16. März 2013: Der IWF und die Euro-Finanzminister wollen Zypern mit bis zu zehn Milliarden Euro helfen. Die Differenz zu den ursprünglich verlangten 17 Mrd. Euro muss Nikosia selbst aufbringen - unter anderem durch den Zugriff auf Spareinlagen. Guthaben von unter 20.000 Euro werden ausgenommen, dennoch fällt das Rettungspaket im Parlament durch. Die Banken bleiben vorerst geschlossen.

20. März: Zyperns Finanzminister verhandelt in Moskau über russische Hilfen - die Gespräche scheitern.

21. März: Zypern will einen eigenen Rettungsfonds gründen. Kirche und Pensionskasse sollen diesen füttern.

25. März:In der Nacht auf Montag folgt die Einigung. Die Euro-Finanzminister stimmen dem Rettungspaket über zehn Mrd. Euro zu. (red, DER STANDARD, 25.3.2013)

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