Nach toten Schweinen: Rund tausend Entenkadaver in Fluss entdeckt

25. März 2013, 14:40
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Die mysteriöse Flut toter Schweine in einem Fluss in Schanghai ist nach offiziellen Angaben abgeebbt

Shanghai - Die mysteriöse Flut toter Schweine in einem wichtigen Fluss in Schanghai ist nach offiziellen Angaben abgeebbt. Nach dem Fund von täglich hunderten Tierkadavern zu Beginn des Phänomens seien es am Wochenende täglich nur noch um die 90 gewesen, erklärte die Stadtverwaltung am späten Sonntag. In einem anderen Fluss in der Provinz Sichuan wurden indes laut einem Zeitungsbericht vom Montag etwa tausend tote Enten entdeckt.

"Die Wasserbehörde der Stadt hat die Aufgabe so gut wie abgeschlossen, tote Schweine aus dem Wasser zu fischen", teilte die Verwaltung der ostchinesischen Wirtschaftsmetropole Shanghai mit. Am Samstag wurden demnach 93 tote Schweine und am Sonntag weitere 98 Kadaver aus dem Fluss Huangpu gezogen. In den ersten Tagen waren es jeweils mehrere hundert Schweine gewesen.

Mehr als 16.000 tote Schweine

Insgesamt wurden seit Beginn des Phänomens mehr als 16.000 tote Schweine in dem Fluss entdeckt. Die Behörden in Shanghai zählten bis Sonntagnachmittag 10.924 Kadaver, in der angrenzenden Provinz Zhejiang waren es mehr als 5.500.

Schanghai hatte Landwirte aus der Stadt Jiaxing in Zhejiang beschuldigt, die toten Schweine in den mitten durch Shanghai fließenden Huangpu geworfen zu haben, nachdem diese an einer Krankheit gestorben waren. Vertreter der Stadt hingegen erklärten, dass die Tiere nicht ausschließlich aus Jiaxing stammen könnten.

Virus gefunden

In Proben aus den Kadavern war ein Virus gefunden worden, das bei Schweinen häufig vorkommt, den Angaben zufolge jedoch keine Gefahr für Menschen darstellt. Der Huangpu liefert 22 Prozent des Trinkwassers für die 23 Millionen Einwohner von Schanghai.

Die Zeitung "China Daily" berichtete unterdessen, in einem Fluss im Bezirk Pengshan in der südöstlichen Provinz Sichuan seien etwa tausend verwesende Entenkadaver gefunden worden. Die Tierkörper wurden aus dem Fluss gezogen, mit Kalk bestreut und in Plastiksäcken in der Erde vergraben worden, sagte ein örtlicher Behördenvertreter der Zeitung. Die Wasserqualität habe unter dem Vorfall nicht gelitten. Einige Internetnutzer bezweifelten diese Darstellung aber. Zur Todesursache der Enten wurden keine Angaben gemacht.

Die Vorfälle in Schanghai werfen ein Schlaglicht auf Missstände in der chinesischen Fleischproduktion. Die Lebensmittelbranche wurde in der Vergangenheit wiederholt von Skandalen erschüttert. Bisher wurde wegen der Schweinekadaver niemand zur Verantwortung gezogen. (APA, 25.3.2013)

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